Leistung

30/08/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Was haben wir gelacht über die dummen belgischen Medien, als sie Google News verklagten und prompt aus dem Index flogen. Die Hand beißen, die jedes Medium zu 40 bis 60 Prozent füttert? Idiotisch.

Nicht jeder sieht es so. Die deutschen Zeitungsverleger tun es ihren belgischen Kollegen gleich. Sie nennen es „Leistungsschutzrecht“.
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Urheberrecht

30/04/2012 § Ein Kommentar

Um das Urheberrecht und seine Zukunft wird erbittert gestritten. Dazu gibt es unzählige relevante Links, die zusammenzusuchen ich mir an dieser Stelle erspare. Stattdessen quäle ich Sie, lieber Leser, und Sie, freundliche Leserin, mit meiner eigenen Ansicht. Und die lautet: Es wird unter falschen Voraussetzungen diskutiert.
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DNS-circumvention

18/01/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Due to #SOPA and #PIPA (or similar pieces of legislation), it could be that the United States government (or any other government) will (one day) enforce blocking diverse DNS-entries – and even outlaw the information on how to circumvent those blockades.

wordpress protest

Since it is unlikely that I’ll visit the US again in this lifetime, I shall put this information up without much risk. Of course, WordPress is based in the US, so this information is only half secure. Read it. Copy it. Prepare yourself.
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Filter

17/02/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Facebook ist ein Gigant. Aus der Geschichte wissen wir aber, dass auch Giganten fallen können. Too big to fail gibt es nicht. Wo bei Facebook die Risse im Panzer sitzen, sieht man jetzt auch schon langsam:
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Zensursula

21/06/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Sie hat es geschafft: Ursula von der Leyen aka „Zensursula“ hat ihre Internetsperren eingeführt. Nicht im geplanten Umfang, nicht mit aller kreuzzüglerischer Härte, aber immerhin.

stopp Im ursprünglichen Entwurf des Gesetzes hätte jeder Nutzer, der auf ein „Stoppschild“ surfen würde, automatisch Eingang in die Verdächtigenliste der Polizei gefunden und hätte mit Ermittlungen rechnen müssen – ein Angriff auf jeden Internetnutzer überhaupt, denn im Zeitalter der Kurz-URLs kann man immer- und überallhin surfen, ohne vorher zu wissen, was dort wartet.

Abgesehen davon ist die Liste der „verbotenen“ Seiten ja geheim, sprich, ehe man ein Stoppschild sieht hat man keine Chance herauszufinden, ob man sich auf No-Go-Terrain befindet oder nicht.

Kinderpornos, Online Poker … oder Satireseiten?

In Australien gibt es die Internetsperren, ursprünglich gegen Kinderpornografie, auch. Und auch dort ist die Liste der gesperrten Seiten geheim, aber sie sickerte durch, und, voilá, darauf sind neben Kinderporno-Seiten auch Seiten über Online Poker, Satanismus und Sterbehilfe.
Veröffentlicht wurde die Liste von der Organisation „Wikileaks“ – und im März fand bei wikileaks.de eine Hausdurchsuchung durch die sächsische Polizei statt.

Ursula von der Leyen, die von der Web-2.0-Community schon vor Monaten den Spitznamen „Zensursula“ verpasst bekam, musste ihr Gesetz noch weiter verwässern lassen, um es durchzusetzen: Die Sperrliste wird nun nicht einfach von BKA und Innenministern (in Deutschland gibt es pro Bundesland einen und dazu noch den Bundesinnenminister) nach Gutdünken geführt, sondern von einem fünfköpfigen „unabhängigen“ Kontrollgremium abgesegnet.

Das macht es ein Stück schwerer, aber nicht unmöglich, auch politisch nicht gewünschte Seiten sperren zu lassen. Doch das geht ja ohnehin auch direkt beim Provider.
So geschehen im Mai 2009, als Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble eine Satire-Seite, die ihn persönlich aufs Korn nahm, eliminieren ließ.

Demagogie gegens Selberdenken

Ein Wunder ist es ja, dass sich so viel Widerstand gegen die Zensur-Initiative geregt hat: über 130.000 Menschen haben eine Petition dagegen unterzeichnet – die erfolgreichste demokratische Eingabe in Deutschland überhaupt – und das trotz der drohenden Gefahr der Kinderporno-Keule („Was, Sie sind gegen die Internetsperren? Soll das etwa heißen, Sie unterstützen Kinderpornographie? Pfui!“).

( Dreizehn Lügen: http://netzpolitik.org/2009… )

Aber offensichtlich verlieren die Menschen in letzter Zeit die Scheu davor, sich politisch über das dümmliche Stimmvieh-Verhalten hinaus zu engagieren. Das sehen die Machthaber nicht nur im Iran nicht gern. So gut wie jeder gewählte Volksvertreter möchte gern in Ruhe „sein Ding durchziehen“ und seine Schäfchen ins Trockene bringen bis zur nächsten Wahl, ohne dass ihm dauernd ein lästiger „Sourverän“ auf die Finger schaut und die Pläne abschießt. Oder dahinterkommt, dass man sich nicht auskennt.
( Keine Kenntnis: http://blog.odem.org/2009/0… )
Dafür wird man ja schließlich gewählt – als Verteter. Als jemand, auf den die Menschen ihr Entscheidungsrecht übertragen. Nicht als jemand, von dem sie es dauernd wieder zurückfordern für sich selbst. Frustrierend muss das sein!

Ein Volk, das selbst denkt, das selbst entscheiden will, ist ein Volk das schwierig ist. Ein Volk, das alle vier Jahre im Sonntagsstaat zur Schule pilgert und brav sein Kreuzerl macht, um ansonsten die Klappe zu halten, ist ein Volk, das angenehm zu regieren ist.

Der Fluch des Internet – das Web 2.0 macht die 3% der Querulanten, die eine eigene Meinung haben, viel zu einfach sichtbar.
Sperren und Angstoffensiven sind da verlockend.
Speziell wenn man, wie Ursula von der Leyen, jede Menge Erfahrung damit hat zu manipulieren. Aus der ganz persönlichen Historie heraus:

http://www.faz.net/s/RubFC0…

So kommen dann Wortschöpfungen wie „Pädokriminelle“ zustande, ein Konstrukt, das nicht nur zufällig an George W. Bushs „Islamofaschismus“ erinnert.

Seien wir also gespannt, was da bald alles mit Stoppschildern versehen wird. Und seien wir auch gespannt, wie lange es dauert, bis auch bei uns die Landesfürsten mit ihren Sperrwünschen dahergedackelt kommen.

stasiursula

Die Zensierer

Neben China und Nordkorea sind auch westliche Demokratien ganz vorn dabei, wenn es um Zensur geht. Die einen weil sie müssen, um ihre Untertanen auf Linie zu halten, die anderen weil sie können, weil ihnen alle nötige Software problemlos und kostengünstig zur Verfügung steht.

http://www.foreignpolicy.co…

Deutschland stand schon vor dem Zensursula-Gesetz auf Platz 10 der Liste jener Staaten, in denen das Internet, wertfrei gesehen, Beschränkungen ausgesetzt ist.

Idomeneo

28/09/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Moderne Inszenierungen sind meistens Dreck. Nackte Menschen springen kreischend hin und her, im Hintergrund stehen ein paar Aluminiumleitern – das ist dann „Othello“, „Falstaff“ oder sonst irgend etwas. Aber trotzdem.

Der folgende Kommentar ist ein Muss zum Thema: Nicht in die Knie gehen.

Irgendwo gibt es eine Grenze zwischen dem Leben und dem Konglomerat „Sicherheit/Angst + Political Correctness“.

Dass wir da Probleme haben, wissen wir ja.

Filesharing

17/08/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Standard gibt es einen Artikel über die schwedische P2P-Gruppe Pirate Bay: http://thepiratebay.org/. Wie alle Debatten über Netzfreiheit und Filesharing, Legalität und Kontrolle, birgt auch diese interessante Denkansätze.

Zuvorderst also der Standard-Artikel: Quelle: Der Standard.


Geheimnisse um „The Pirate Bay“ enthüllt
Wired.com sprach mit den Betreibern der Seite und entlockte den jungen Team-Mitgliedern so manch interessantes Detail
Wired.com hat im Zuge einer Reportage über The Pirate Bay, den größten und populärsten Torrent-Tracker weltweit, interessante Details zur Gründung, Finanzierung, das Leben in einer rechtlichen Grauzone und schließlich die Wiederaufnahme der Seit zu Tage gebracht.
Die drei Betreiber, allesamt Twens und Profis in ihrem Geschäft, haben erst über unterschiedliche Karrierestationen zueinander gefunden. Ursprünglich startete „The Pirate Bay“ im Sommer 2003 in Mexico, auf Basis einer langsamen Funkverbindung ins Internet. Gründer Gottfrid Svartholm arbeitete damals als Programmierer bei einer Sicherheitsberatungsfirma. Es dauerte jedoch nicht lange bis er sich den File-Sharing-Verfechtern von „Piratbyran“ anschloss, um einen Bit-Torrent-Tracker auf die Beine zu stellen.

Shutdown und Restart

Seither hatte sich die Seite mit dem absichtlich offensiven Namen als wahre Institution des Internets etabliert. Im Heimatland Schweden, in dem der Grundgedanke des freien Internets mehrheitlich auf positiven Anklang stößt, hatten die Betreiber lange Zeit wenig zu befürchten. Bis schließlich Ende Mai dieses Jahres eine polizeiliche Razzia den Betrieb für kurze Zeit aushebelte. Nach genau drei Tagen waren die Daten, trotz zahlreicher fehlender Backups, wieder rekonstruiert und die Seite war zurück im Netz.

Präventivmaßnahmen

Um zukünftigen Ausfällen vorzubeugen, hat das Team diverse Maßnahmen ergriffen, um den ungebrochenen Betrieb zu garantieren. Ein Netz aus redundanten Servern, die über drei Nationen verteilt sind, soll einzelne Systemausfälle in Minuten wieder wettmachen. Fredrik Neij, einer der Mitglieder würde sogar mit Wohlgefühl den „Shutdown“ beobachten, wüsste er um den Neustart in wenigen Minuten doch bescheid.

Doppelmoral

Wirkliche Gefahr für „The Pirate Bay“ bestünde im Downloader-liberalen Schweden erst dann, verlöre es die Anerkennung der ebenso liberalen Schweden, so Wired. Da kommt es nicht gut, wenn Zahlen zum Einkommen offen gelegt werden. 85.000 Dollar pro Monat soll der Umsatz durch Werbeeinschaltungen betragen. Unter der Bevölkerung könnten die hohen Erträge auf Unmut stoßen, präsentierten sich die jungen Herren der Piratenseite zum einen denn als Robin Hoods des Internets und zum anderen als wohlhabende Günstlinge von Porno-Bannern und Online-Casino-Anzeigen. (red)

Lassen wir die Debatte über dieses Einkommen –
die Zahl ist wahrscheinlich von Gegnern aufgebracht
worden, erstens, und warum sollten sich die
Schweden ärgern, wenn einer von ihnen Geld bekommt,
zweitens.
Spannender ist die Debatte unter den Standard-Usern, die sich
in der Folge über das freie Herunterladen und Tauschen selbst
entwickelt hat.
Ein aussagekräftiger Auszug:


Werner Engel antworten
16.08.2006 20:18

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Ich verurteile …
… jede Art von Copyright Verletzungen!! Ich habe selbst Software geschrieben & verkauft und Freunde von mir produzieren Musik. Wenn unsere „Ware“ gratis verteilt wird, warum sollte ich dann noch SW schreiben und meine Freunde komponieren?

Ein Bürohengst sitzt ja auch nicht gratis vor dem PC … !!!!

w h antworten
17.08.2006 12:06 bewerten melden

Re: Ich verurteile …
Früher hat sich Eine/r eine Vinyl gekauft und die ganze Clique hatte es auf Tape!
Sehe nicht ein wieso das auf einmal strafbar sein soll. Insbesondere da die vervielfältigten Kunst/Film-Medien immer schon zu teuer waren! Alle sind zu gierig geworden Musik Industrie, Musiker, Programmierer usw…..!

….und wofür werden die ganzen Geräte verkauft? Ich kauf mir doch keinen Brenner, Festplatte, USB-Stick,
um damit nix zu machen!

..und solange es Künstler, Filmschaffende und Programmierer gibt, die damit Multimillionäre werden, wird es auch Leute geben, die das zu teuer finden.

Bei Programmen ist es auch, ähnlich den Maschinen im Industrie Zeitalter, ein Mechanismus, um die Leute von den Produktionsmitteln fern zu halten, bzw.zu versklaven (Siehe Bill Gates/Microsoft!).

TommoT antworten
17.08.2006 11:43 bewerten melden

Re: Ich verurteile …
Also bitte…
Ich bin auch Musiker und so auf dem kleinen Level freust du dich, dass Leute deine Musik runterladen!!
Die echten Fans kaufen eh nach den Konzerten die CDs und als Komponist bekommst du für Live-Gigs – zwar wenig – Geld von der AKM.
Schmerzen tuts eher die, die Milloinenumsätze erzielen, allen voran die Industrie, weil die Musiker sehen eh nicht allzuviel davon.
Vielmehr stützen die „kleinen“ Bands, deren CDs vom Label auch um 15 € verkauft werden, die Videproduktionen der Label-Stars!

Ich lasse das mal unkommentiert so stehen.

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