Wissenschaftizismus

17/01/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Wissenschaft, das heißt, die Welt verstehen wollen. Oder es sollte. Aktuell wird unter dem Label „Wissenschaft“ eher viel Propaganda betrieben. „Wissenschafts“-Fans hassen alles Religiöse – und doch bewegen sie sich selbst verdammt nah am Sektenwahn.
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Juno

07/08/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Bilder sagen es am besten.


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Medaillen

13/03/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Jede Medaille hat zwei Seiten. Mindestens. Auch die Katastrophenserie, die Japan gerade heimsucht. In der Finsternis scheint trotzdem ein Licht. Michael Prüller hat gut daran getan, uns das vor Augen zu halten.
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Kreiselfräulein

04/01/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Dreht sie sich nach links oder dreht sie sich nach rechts. Manche Werbungen können’s. Sie sind ein Blickfang. Und werfen auch unabhängig von ihrem Auftraggeber interessante Fragen auf.

Die Debatte darüber, ob man Werbungen mag oder nicht, ob sie nützlich oder schädlich sind, ob sie heilig oder des Teufels sind, wird schon lange geführt und wird so bald kein Ende finden. Fakt ist: Werbungen sind. Und manche sind sogar gut. Gut gemacht, heißt das.

Eine davon ist diese:


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Hahn

24/10/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Studentenproteste in Wien, Graz und andernorts werden ihn nicht schmerzen, das einzige, was ihn stoppen kann, ist ein Job in Brüssel. Aber was will der Hahn?

Die Vorschläge des ÖVP-Wissenschaftsministers sind im Einklang mit seiner Parteizugehörigkeit schwarz wie die Nacht:
Die Studiengebühren müssen wieder her,
stark frequentierte Studienrichtungen müssen ausgedünnt werden,
weniger ausländische Studenten
und zum Drüberstreuen noch eine kreditfinanzierte Studienzeit, also bereits beim Bakkalaureus-Abschluss tief verschuldete Absolventen.

Wobei, verschuldet sind natürlich nur jene Bakk-Absolventen, die tatsächlich Kredite aufnehmen mussten, um ihr Studium zu finanzieren, nicht jene, deren Eltern ihnen großzügig die Studienstraße mit Geld auslegen oder durch eisernes Arbeiten und Sparen schon einen schönen Ausbildungsfonds aufgebaut haben, mit heimischen Aktien und Anleihen, besser noch mit konservativen Rentenfonds, die direkt den Staat bei seinem wohlwollenden Wirken unterstützen.

Wohin können diese Ideen führen?

Möglichkeit a) Nur noch die Kinder ÖVP-Granden, spezialisierten Medizinern und IV-Kapazundern besuchen die Universitäten. Österreich hat endlich die Elite-Unis, von denen es immer geträumt hat.

Klingt als Zielvorgabe ein wenig zu unmenschlich, selbst für ultrakonservative Adelsverschwörungen. Und hat den Nachteil, dass die jetzt schon schwache OECD-Statistik Österreich bald als das Land mit den niedrigsten Akademikerquoten der zivilisierten Welt ausweisen könnte.

Nicht so traumhaft.

Möglichkeit b) Weniger Publizisten und Theaterwissenschaftler, dafür mehr Programmentwickler und Mechatroniker. Weniger Hauptuni-Kuddelmuddel und herabfallender Putz, dafür mehr klare, effiziente FH-Lehrpläne in hochmodernen, WK-gesponserten Spezialistenlehrgängen.

Investieren in Zukunftsbranchen, die nicht nur die Wirtschaft braucht, sondern die sogar tatsächlich in der Lage sind, aus dem Erlernten Geld und BIP zu machen.

Lügen unnötig

Das ist ziemlich genau das, was Herr Hahn auch in der Öffentlichkeit behauptet. Sollte er etwa die Wahrheit sagen?

Weniger Diskussionen und Demos, dafür mehr Anerkennung in Washington, Brüssel und Davos. Weniger intellektuelles Geschwafel, dafür mehr Steuerleistung. Weniger Augartenbesetzungen, dafür mehr junge, gekämmte Krawattenträger in sauberen Bürotürmen. Weniger Studentenpartys, dafür mehr Kirchenbesuche. Weniger Interesse, dafür mehr Nutzen. Weniger Liebe, dafür mehr Investition. Weniger Leidenschaft, dafür mehr Ökonomie.

In der Folge lohnt sich das auch für die Partei: Mehr Top-Leute mit mehr Geld und weniger krausen Ideen, das bedeutet gleichzeitig mehr ÖVP-Wähler. Irgendwann geht sich dann vielleicht sogar die schwarze Absolute aus.

Dunkliversum

13/09/2008 § Hinterlasse einen Kommentar

CERN – für die einen Quell der Angst, für die anderen Kathedrale des Fortschritts und des Wissens. CERN bekommt bald einen neuen Chef. Ein lesenswertes Interview. http://www.faz.net/s/Rub163…

Rolf-Dieter Heuer hat jedenfalls keine Angst vor einem stabilen schwarzen Loch in der Schweiz. Der Large Hadron Collider, der verzweifelte psychologische Grenzfälle sogar in den Selbstmord treibt (ich persönlich ziehe es vor, in Sekundenbruchteilen von einem schwarzen Loch zu einer kilometerlangen Wurst langgezogen zu werden als mir selbst tödliche Verletzungen zuzufügen) ist für ihn ganz einfach die (teure) Chance, Unbekanntes zu ergründen und naturwissenschaftliche Theorien zu beweisen.

Das ist ein Mann, der noch an die Wissenschaft glaubt oder zumindest im Interview behauptet, dies zu tun.
Die Grundlagenforschung ist nach meiner Meinung Kulturgut. Wenn der Mensch aufhört zu forschen, und zwar frei, nicht nur zielgerichtet auf eine Anwendung hin, dann ist er, so glaube ich, nicht mehr Mensch.
Es ist die Neutralität der Wissenschaft, die die Forscher verbindet.

Wenn’s wahr ist: eine schöne Ausnahme in einer Welt, in der praktisch jeder – vom Säugling über den Studenten, den Produzenten bis zum Pensionisten – zur statistischen Größe für Marketingleute und zum Zielobjekt für Verkäufer geworden ist und in der oben Korruption und unten Angst die Hauptantriebskräfte der Arbeitswelt darstellen.

Macht’s also nur weiter in CERN. Wenn es klappt, wunderbar. Wenn es zu gut klappt, dann sind wir wenigstens dieses Wirtschaftssystem los. Und müssen nicht mehr zu Wahlen gehen.

Kommentare

juliaselma schrieb:

und wieder kein Weltuntergang – na geh!
Donnerstag, 18. September 08:22

Stern

12/12/2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Derzeit lese ich Fritz Sterns Lebenserinnerungen: „Fünf Deutschland und ein Leben“. Dem Historiker und Zeitzeugen gelingt es dabei, selbst der knochentrockenen Bonner Republik pulsierendes Leben einzuhauchen. Und er gibt spannende und beunruhigende Denkanstöße aus der Weimarer Republik und ihrem Untergang.
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