Ecuador

20/08/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ecuador hat dem Wikileaks-Kopf Julian Assange Asyl gewährt. Er versteckt sich in der Botschaft des Staates Ecuador in London und hofft so, einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Fans jubeln (obwohl die Frage, wie er von dort weg nach Ecuador proper kommt, ungelöst ist), Nörgler schimpfen. Gelegentlich wird gemotzt, dass Assange zum „Heiligen“ hochstilisiert werde, er solle vor Gericht und dann werde man ja sehen. Ist an der Sichtweise etwas dran?
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Gaddhafi

23/10/2011 § Ein Kommentar

Gaddafi. Ghadafi. Gaddhafi. Khadafi. Khadhafi. Wie – auch – immer man das auf Deutsch nun korrekt schreiben soll. Der Mann ist tot, sein Land wird von den „Rebellen“ regiert. Sein Todesvideo gibt es hier nicht zu sehen. Nur ein paar Gedanken zu den weltweiten Reaktionen zu lesen.
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Pirate

06/10/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

„It’s more fun to be a pirate than to join the Navy“ – dieser Spruch, nebst vielen weiteren, wird Steve Jobs ans Revers geheftet. Steve Jobs, ein Mann, der unsere Welt verändert hat wie nur wenige, ist tot.

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Winehouse

23/07/2011 § 2 Kommentare

Amy Winehouse ist tot. Vor zweieinhalb Stunden gefunden.
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Leben

26/12/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Zynismus, und wo er an seine Grenzen stößt. Nämlich im Persönlichen.

Als Journalist – diskutieren wir jetzt nicht über die Definition – legt man sich schnell eine dicke Haut zu, was Fragen von Leben und Tod betrifft. Täglich wandern die Leichen über den Schreibtisch, Ergebnis von Unfällen, Abstürzen, Attentaten, Kriegen und Polizeieinsätzen, Amokläufen, Rebellionen. Ob Terroranschlag, Freiheitskampf, chirurgisch präziser Luftschlag oder Brandkatastrophe, tagtäglich sterben überall auf der Welt Menschen. Und das nicht nur in Gaza, Bagdad oder am Hindukusch, wo alles recht abstrakt und entfernt bleibt, sondern auch in Krems an der Donau oder Wien Favoriten. Meist kommen die Meldungen nur als Text, manchmal gibt es auch ein Foto, hin und wieder mehrere, und gelegentlich auch einen kurzen Videofilm.

Das ist nicht schön, aber, wie es nun einmal so ist mit den Menschen, man gewöhnt sich an alles, und damit auch an die Todesnachrichten.

Es klingt brutal, und ganz bestimmt will das niemand in der Deutlichkeit hören, aber die Wahrheit ist: Beim 40. Flugzeugabsturz juckt es einen Journalisten nicht mehr, wer oder wie viele da an Bord waren. Viel spannender sind dann Fragen wie die genaue Uhrzeit und um wie viel schneller oder langsamer als die Konkurrenz man die Meldung draußen hat, ob die aussagekräftigsten Bilder von AP oder Reuters kommen (Insider kennen die Antwort, sie ist praktisch immer gleich) und wie man die Headline formuliert, damit sie über Nacht hält, egal ob … lassen wir das.

Der Panzer schützt aber nicht die Spur, wenn einen eine Todesnachricht erreicht, die aus dem persönlichen Umfeld kommt. Wenn es jemanden betrifft, mit dem man schon gesprochen hat, den man getroffen hat, den man gern hat. Wenn die betreffende Person noch nicht 120 Jahre alt ist und man sich eigentlich ganz sicher war, sie demnächst mal wiederzusehen. Eine solche Todesnachricht schneidet ein, und da will man keine Kameras aufs eigene Gesicht gerichtet sehen und auch nicht auf den Menschen, um den es geht, oder seine Verwandten.

Eine solche Todesnachricht macht einem aber auch etwas ganz Entscheidendes klar. Leben, das ist flüchtig. Leben kann immer enden. Dazu braucht es keinen Krieg und keine Terroristen, keine Flugzeuge und keine Politiker. Für das Ende eines Lebens genügt im Grunde eine gelb blinkende Ampel.

Es klingt abgedroschen und einfältig, aber es ist wahr: Entscheidend ist gar nicht, wie lange man lebt oder wie cool man ist, entscheidend ist, dass man aus diesem Leben und diesem Moment das beste macht. Entscheidend ist, dass man ganz einfach lebt und tut und da ist, dass man nicht verschiebt auf irgendwann, sondern dass man hier und jetzt präsent ist. Und dass man sich klar darüber ist, dass die Gegenwart all der Menschen rundherum begrenzt ist. Ob sie morgen noch bei uns sind, wer kann das wissen. Jetzt sind sie da. Genau jetzt.

Todesschuss

23/11/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Plan war eigentlich zu komplex, um zu funktionieren. Trotzdem hat er geklappt. „Suicide by Cop“ in Wien.

Das Phänomen ist in den USA häufiger und besser dokumentiert als in Österreich. Aber es macht vor Grenzen natürlich nicht Halt.

http://www.vienna.at/news/w…

http://www.suicide.org/suic…

Der Selbstmord des Christoph S. (31) hätte an mehreren Punkten ganz ordentlich schief laufen können. Er war erstens darauf angewiesen, dass seine Freundin tatsächlich die Polizei ruft und zweitens darauf, dass der Polizist, auf den seine Wahl schließlich fiel, nicht womöglich eine Deeskalation versucht.

Er hatte Glück – oder, falls er es sich im allerletzten Moment noch anders überlegt hätte, Pech: Die Freundin rückte nach seiner Selbstmorddrohung tatsächlich mit den Uniformierten an, und der Beamte, auf den er seine Schreckschusspistole schließlich richtete, reagierte prompt mit einem Todesschuss.

Wasserdichte Pläne sehen trotzdem anders aus.

Wüstenmutter

08/10/2009 § Ein Kommentar

Blogsterben am Beispiel von endofdays und desertmum.

Masala ist geblieben. Sie bloggt unverdrossen weiter über Indisches wie Nichtindisches und schenkt den Viennablogs durch ihre Ausdauer ein klein wenig Struktur (http://masala.viennablog.at/), ebenso wie Martin 101, dessen Beiträge ich zugegebenermaßen noch nie recht verstanden habe, die aber in schöner Unregelmäßigkeit zu diesem Portal gehören, und deren Langlebigkeit für Treue und Verlässlichkeit vonseiten Martins sprechen. (http://martin101.viennablog…)

Matla und Neela sind ausgewandert und wachsen und gedeihen bis heute, manches Mal holprig, zu Serverwechseln gezwungen, aber sie leben, unter http://www.matla.at und http://www.neelaa.at, leichter zu merken geht nicht, und beide im aktuellen Oktober noch aktiv.

Der Tod kommt, wenn er kommt, leise und schnell.

Desertmum, die Wüstenmutter, muss es geahnt haben. Ihr letzter Beitrag trägt den Hauch des Todes schon im Titel:

„ewige Ruhe – eine Anleitung
18. Februar 2009“

Seither ist Schweigen im Walde.
Nachzulesen hier: http://desertmum.cobalt.cc/

Unverhofft getroffen hat es die letzten Tage der Menschheit.
endofdays ist wie Desertmum ausgewandert. Dort hat er sein Bloggerleben ausgehaucht:

ich bin…
28.06.2009
…eine Internet-Leiche, OMG!
mehr…
,
sagt er auf http://endofdays.viennablog.at

Doch auch an der neuen Adresse ist es still um Autor Frapé geworden.

Mittwoch, Juni 24, 2009
Kreuz und Quer
Netzwerke sind das halbe Leben, mindestens. Selbstbeweihräucherung der geschäftlichen Art funktioniert heute vituell besser denn je. Und doch wird es zunehmend schwer sich von der breiten Masse abzuheben – also formieren sich Netzwerke in den Netzwerken. Da wird man geschwind zum Querdenker und darf, quasi als Aufnahmeritual eine Ode an das Quere verfassen. Und wer dann noch 80 Euro für ein Kamingespräch ausgibt, bekommt auch noch ein persönliches Namensschild.
Irgendwie gelüstet es mich gerade eine Pyramide zu bauen…
,

so steht es auf http://dieletztentagedermen… zu lesen. Doch der 24. Juni ist noch kein halbes Menschenleben her. Und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Wo bin ich?

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