Technologiebegeisterung

22/05/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Nachtrag zur re:publica 2012: Kathrin Passig erinnert daran, dass so manches Argument immer und immer wieder nach oben schwimmt wie ein Fettauge – allerdings ohne dadurch wahrer zu werden. „Narrative“.
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4S

05/10/2011 § Ein Kommentar

Als Android-User stehe ich dem Apple-Hype generell ein wenig ferner. Daher war mir auch die Stampede enttäuschter und verbitterter Applejünger angesichts des iPhone 4S ein wenig rätselhaft. Grund genug, mir das Werbevideo aus dem Hause Apfel anzuschauen.
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Supporterverständnis

31/03/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Wer kennt das nicht: Man arbeitet am Computer, etwas läuft schief, etwas stürzt ab oder friert ein, dann klappt es zu. Man meldet es an den Support und hört: Bitte nächstes Mal screenshot, Info über Browser, Hergang dokumentieren. Nervig.

Aber!
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Uplink

17/06/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Die heutige Jugend hat Smartphone. Die heutigen Erwachsenen auch immer häufiger. Und sie sind immer und überall online.

Nach den Generationen X, Y, Z, Praktikum und wie sie alle heißen wächst eine neue heran. Welchen Namen die Trendsetter und klugen Köpfe ihr einmal geben werden weiß ich noch nicht, also nenne ich sie vorerst mal Generation Uplink.

Die Volkschülerinnen – meist sind es die Mädchen – laufen schon mit iPhones, LGs und HTCs herum, kaum dass sie die ersten ganzen Sätze schreiben können. Noch ehe sie das kleine Einmaleins beherrschen, sind sie untereinander gut vernetzt und surfen beim Warten an den Bushaltestellen Seite an Seite auf den in ihren Altersgruppen angesagten Internetseiten.

Das sind die wahren Digital Natives – sie sind schon im Web, wann und wo auch immer sie sich gerade befinden, das Verständnis dafür, was das Web ist und was es kann, wie es funktioniert und was es kostet, das muss erst nachwachsen.

Backup

10/06/2010 § 2 Kommentare

Wer macht brav seine Sicherungskopien? Wenn man es versäumt, bereut man das womöglich irgendwann sehr bitter. Ein Schockeffekt.

Ich komme nach Hause, fahre den Computer hoch und logge mich ein. Das Profil öffnet sich. Doch etwas läuft schief.

Erster Warnhinweis: Das Hintergrundbild lädt nicht.
Zweiter Warnhinweis: Die Symbole am Desktop sind falsch angeordnet.
Es durchfährt den User siedenheiß: Wie viele sind das? Viel zu wenige! Wo ist der Rest? Datenverlust?

Vorhanden sind eine Reihe ganz alter, aber auch ein paar ganz neue Ordner, alle jungfräulich nach Erstelldatum von links oben nach rechts unten auf dem Desktop angeordnet. Im Hintergrund steht halb transparent das Standard-Hintergrundbild von damals, vom Anfang. Die Fotos, die Artikel, die pdfs fehlen.
Der User muss schlucken. Sein Blick macht einen kurzen, schmerzhaften Ausflug zum CD- und DVD-Stapel. Hier sollten die Backups sicher liegen. Kein Bild, kein Text in Gefahr.
Doch so ist es nicht. Das letzte Backup ist vier Monate alt. Inzwischen ist viel passiert.

Dann springt auch noch ein Benachrichtigungsfenster am Bildschirm auf. Ein altes, längst in Benutzung stehendes Programm bittet um Einrichtung und Registrierung. Das übliche Autostart-Programm bleibt geschlossen, wer weiß, vielleicht ist es gar nicht da.

Es gibt nur einen Ausweg, um die aufsteigende Panik niederzukämpfen: Den einen Rettungsring, den einen Fluchtgang, den einen Handgriff, zu dem jeder Laie problemlos fähig ist und den jeder Profi als erstes in den Raum stellt: Reboot.

Der Reboot verläuft problemlos. Alles da.
Hinweis verstanden.
Zeit für ein Backup.

Teraflop

07/07/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Vom Wahnsinn der Computerentwicklung. Spiele und Krieg.
Ich kann mich noch dunkel an meinen ersten PC erinnern: Ein „286er“ war das seinerzeit, mit einer Festplattenkapazität von 20 MB.

Nicht lachen!
Dann vergrößterten wir auf 40 MB, und flugs war die Platte schon wieder voll. Heute bewege ich mich im höheren zweistelligen Gigabyte-Bereich, und trotzdem ist die Platte voll, den Großteil nimmt allein dieses WinXP ein, aber ich schweife ab.

Worauf will ich eigentlich hinaus?
Am besten, ich beginne am Anfang.

In einer Zeitung namens „economy“ lese ich unter Technologie, wie das Innenleben der neuen Spielkonsolen aussieht – nämlich bei allen gleich. XBox360 oder Nintendo Revolution haben das gleiche Herz. Eine Siebzehner-Phalanx von Chips aus dem Hause IBM.

Cell

Spannend dabei ist, was das für Chips sind: Um nämlich die immer extremeren Grafik-Programme am Laufen zu halten benötigt man neben einer CPU (64 Bit Power PC) noch 16 damit verschaltete so genannte SPUs (Synergistic Processing Units).

Zusammen bringt dieses „Cell“ genannte System eine Leistung von einem Teraflop – was auch immer das ist, denn ich habe von dieser Zahl noch nie etwas gehört, wie ich gerne zugebe.
Angeblich handelt es sich um eine Billion Berechnungen pro Sekunde, Hundert Mal mehr als ein 2,5 GHz-Prozessor.

Spiele und Krieg

Große technologische Sprünge sind bisher stets durch Kriege ausgelöst worden: Die Flugzeugtechnologie, Raumfahrttechnologie, Atomkraft, allein schon Metallbearbeitung oder, noch archaischer, die Hebelkraft – alles Entwicklungen des Krieges.

Doch der Krieg von heute spielt sich auf Bildschirmen ab: Counterstrike ist schon eine alter Vater, von Duke Nukem oder Blood mit ihrer 3D-Simulation mittels 2D-Effekten redet schon niemand mehr (obwohl, geben wir’s zu, Duke3D war ein Hammer! – Halt, ich schweife schon wieder ab).

An die Stelle des Krieges tritt nun die Verkaufsschlacht. An die Stelle der Gefallennestatistik treten die Verkaufszahlen. Noch realistischer, noch echter, noch genauer simuliert – Autorennen und Schießereien am Bildschirm werden am Ende dieser Entwicklung so realistisch und echt sein, dass anschließend eine tatsächliche Schießerei mit echten Opfern wie ein banaler Abklatsch mit schwachem Kontrast und minderwertigem Rendering empfunden würde.

Nicht unbedingt schlecht, rein menschlich betrachtet.
Aber: Verrückt.

Wo bin ich?

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