Ecuador

20/08/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ecuador hat dem Wikileaks-Kopf Julian Assange Asyl gewährt. Er versteckt sich in der Botschaft des Staates Ecuador in London und hofft so, einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Fans jubeln (obwohl die Frage, wie er von dort weg nach Ecuador proper kommt, ungelöst ist), Nörgler schimpfen. Gelegentlich wird gemotzt, dass Assange zum „Heiligen“ hochstilisiert werde, er solle vor Gericht und dann werde man ja sehen. Ist an der Sichtweise etwas dran?
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Gaddhafi

23/10/2011 § Ein Kommentar

Gaddafi. Ghadafi. Gaddhafi. Khadafi. Khadhafi. Wie – auch – immer man das auf Deutsch nun korrekt schreiben soll. Der Mann ist tot, sein Land wird von den „Rebellen“ regiert. Sein Todesvideo gibt es hier nicht zu sehen. Nur ein paar Gedanken zu den weltweiten Reaktionen zu lesen.
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Bänderfrage

26/09/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Der ORF hat vor einiger Zeit Jugendliche dafür bezahlt, vor der Kamera den Part „Neonazis auf einer FPÖ-Veranstaltung“ zu geben. Nun spielt man Heldenmut: Oberhauser ist im Tauziehen zwischen Sender und Justiz bereit, für die Grundwerte von Demokratie und Pressefreiheit „ins Gefängnis zu gehen“, heißt es. Doch zu spät. Die Grundwerte wurden schon zu Beginn weggeworfen.

Die Justiz will an das unveröffentlichte Rohmaterial des ORF-Beitrags, um zu prüfen, inwiefern Nationalsozialistische Wiederbetätigung und Propaganda vorliegen. Der ORF wurde erst wegen der quasi Fälschung von Nachrichtenmaterial von der Kollegenschaft angegriffen, dann gegen die Justiz verteidigt – Stichwort Redaktionsgeheimnis – er wollte klein beigeben und die Bänder aushändigen, macht nun aber mit dem Rückenwind der Medienlandschaft kehrt und spielt den Märtyrer.

Nachrichtenfälschung

Eine Tatsache aber bleibt bestehen: Der ORF hat Personen manipuliert, um sie vor der Kamera in einer Weise agieren zu lassen, die so niemals passiert wäre, wenn der ORF sich das nicht so vorgestellt hätte.

Klingt jetzt komplizierter als es ist. Kürzer gefasst: Der ORF hat Nachrichten gefälscht.

Ja, auch die Justiz handelt hier falsch, und sie hat kein Recht auf die Bänder. Sie nun zurückzuhalten ist richtig. Aber, ebenfalls ja, dieser Beitrag hätte so nie gedreht werden dürfen.

Die Ausrede, andere würden es genauso machen, ist schwach. Würden Sie von einer Brücke springen, weil es die anderen tun?

Der ORF hat Nachrichten gefälscht.

Merken wir uns das. Den restlichen Tanz um die ganze Causa können wir getrost vergessen, wenn wir uns nur das merken.

Existenzgefährdung

04/08/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen kann Ihre Existenz gefährden. Ein gutes Beispiel dafür ist der schmutzige Kampf rund um Tierschutz, Pelz und Kleiderbauer. Der Standard berichtete (http://derstandard.at/1277339526648/Tierrechts-Prozess-Verklagter-Blogger-muss-5000-Euro-zahlen), Blogger sammeln für „die Wahrheit“ (http://diewahrheit.at/video/blogger-in-not – das Video ist sehens- und hörenswert!).

Auszug aus dem Standard:Chefs der Firma Kleiderbauer hatten Blogger verklagt, weil er ein Interview mit Martin Balluchs Anwalt veröffentlicht hatteEin Interview, publiziert auf seinem Blog, sollte Jörg Wipplinger mehr als 50.000 Euro kosten: Wie berichtet, hatten die Geschäftsführer der Bekleidungskette Kleiderbauer den Blogger verklagt, weil er auf seiner Webseite ein Interview mit Stefan Traxler, dem Anwalt des Hauptbeschuldigten im Tierrechtsprozess Martin Balluch, geführt hatte. Dessen Aussage, die Kleiderbauer-Chefs hätten die zerstörerische Wirkung eines Buttersäure-Anschlags übertrieben, zog Klagen gegen Traxler selbst, aber auch den Blogger nach sich.

Nun wurde der Streit besiegelt – mittels Vergleich. Wipplinger musste Traxlers Aussage auf seiner Seite als unwahr bezeichnen und den Klägern 5000 Euro überweisen, damit sie ihre Klage zurückziehen.“

Mundtot machen?

Es gibt ja immer auch andere Möglichkeiten, sich zu einigen, es muss nicht gleich der Versuch sein, jemanden zu ruinieren. Eine Frage der Streitkultur, der Gesellschaftskultur und der Menschlichkeit. Angeblich sind wir Österreicher ja bekannt dafür, flexibel zu sein und zu sagen „Mir wern kan Richter brauchen.“
Oft genug wird diese Mentalität belächelt.
Aber, ganz ehrlich, lieber belächelt werden als sich gegenseitig vernichten und ein Klima von Angst, Hass und, in letzter Konsequenz, Gewalt schüren.

Kleiderbauer

Ich bin keine Pensionistin, also kaufe ich ohnehin nie bei Kleiderbauer ein; jetzt ist sichergestellt, dass das auch nicht passieren wird, falls ich je im fortgeschrittenen Alter eine Geschlechtsumwandlung ins Auge fassen sollte.

Scienceblogs zum Thema: http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2010/08/die-wahrheit-ist-dem-menschen-zumutbar.php

Verschlussprotokolle

16/07/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Gut, dass jetzt die Ermittler im Fall Kampusch doch noch die Grundlagen des Falls, in dem sie die mögliche Existenz von Mittätern prüfen sollen, erfahren dürfen. Blöd, dass es so lange gedauert hat.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat lange Zeit die Vernehmungsprotokolle des Opfers unter Verschluss gehalten – sogar vor den ermittelnden Beamten. Aus Angst, dass diese sonst alle Details der Presse verraten könnten. Und mit Billigung oder womöglich sogar auf Wunsch – nichts Genaues weiß man nicht – des Opfers.

Nur zwei Ermittler dürfen die Protokolle nun lesen – nur kurz, nur ohne Stift und Notizblock, und nur unter Beobachtung. Und auch das nur durch relativ starken Druck gerade der Medien, als jener Branche, vor deren Interesse die Staatsanwaltschaft sich so sehr fürchtet.

Das öffnet natürlich gerade im „Land der Keller“ nicht nur Tür und Tor, sondern auch Schacht und Kohlenrutsche für hübsche Gedankenspielchen.
Wer soll denn da vor den eigenen Polizisten geschützt werden? Wer braucht noch ein bisschen Zeit, um allfällige, übersehene Spuren, Filme, Fotos oder inkriminierende Fahrzeuge und Wohnungen loszuwerden?

Die Antwort aller offiziellen und inoffiziellen Stellen: Niemand. Alles in Ordnung. Keine Sorge.
Na, was für ein Glück.

Metternich

21/12/2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Eine interessante, wenn auch völlig nutzlose Initiative greift leise, langsam und fast unbemerkt auf Blogs um sich. Ändern wird sie nichts, anschauen sollte man sie sich trotzdem. Metternich 2.0
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Gefahr

08/12/2007 § Hinterlasse einen Kommentar


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