Assad

25/02/2012 § 2 Kommentare

Syrien. Eine der Stätten der ältesten Zivilisationen dieser Erde. Historischer Boden, auf dem Armeen, Propheten, Flüchtlinge, Ritter, Heilige und Erlöser gewandelt sind. Und nun: Schauplatz abartiger Staatsverbrechen gegen das eigene Volk und die Pressefreiheit. Daher und trotzdem: Rettung für Syrien!

bashar im web - ironic

Bashar al Assad im Web - bestimmt fällt es ihm schwer, die Ironie seines eigenen Internetauftritts zu erkennen


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Selektiv

30/01/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Wir brauchen uns nicht zu wundern, dass der Westen in den nicht dazu gehörenden Weltgegenden schlecht angeschrieben ist. Unser Verhalten am Beispiel Ägypten zeigt genau, dass wir nichts anderes verdienen.
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Politologenehre

14/09/2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Freitagabend – die neuen Wochenendzeitungen sind schon gedruckt. Höchste Eisenbahn, noch rasch die Presse vom vorigen Samstag zu kommentieren, die insofern bemerkenswert war, als sie ein Mitglied meiner Familie schockiert hat.

Sicher, sie war auch bemerkenswert, weil ein Mensch wie KHM-Direktor Seipel darin eine Plattform gefunden hat, sich selbst und seine Denke schamlos vor aller Welt offenzulegen und mit eigenen Worten zu beweisen, dass alles, was man stets über ihn denkt, noch hinter dem zurückbleibt, was in Wahrheit mit ihm los ist.
Aber lassen wir Seipel Seipel sein – um ihn müssen wir uns ja keine Sorgen machen, der hat’s geschafft.

Kommen wir zurück zu einem ungenannt bleiben wollenden Familienmitglied, das sich über einen Kommentar, einen Gastkommentar, auf Seite 41 ereifert hat. Stephan Grigat heißt der Verfasser, und laut Fußtext ist er nicht nur Politologe, sondern sogar Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft in der Universität Wien.

Seiner Zunft macht er aber (wie so viele Politologen) laut jenem Verwandten, der es wissen muss, keine Ehre. Im Gegenteil! Unter dem Titel „Die iranische Bedrohung“ legt er des Langen und Breiten klar, dass der Iran „mit allen Mitteln“ an der Entwicklung von Nuklearwaffen gehindert werden muss. „Mit allen Mitteln“ heißt für Grigat: mit Gewalt.

Warum?

Es drohe ansonsten eine zweite Shoah. Punkt.

Wissenschaft

Das ist nun mal ein Kommentar, da darf man seine Meinung schreiben, wie auch immer sie aussieht – dachte ich!
Doch mein Verwandter, die zusammengefaltete Zeitung mit zitternden Händen auf dem Tisch glättend, belehrt mich eines Besseren.

Ein Mensch, der einfach so eine Meinung zum Besten gibt, dürfe das ruhig tun, solange er sich nur Stephan Grigat nennt oder meinetwegen Doktor, Magister, Schreiber oder Pfaffe.
Es ginge aber nicht an, dass er sich hinter einem Lehrauftrag am IPW verschanze und seiner persönlichen, privaten und noch dazu unausgegorenen Meinung damit den Anschein der Wissenschaftlichkeit verleihe. Grigat sei ein Verräter an der Politikwissenschaft, höre ich da murmeln, er bringe alle, die einen entsprechenden Abschluss hätten, durch seine fatale Unwissenschaftlichkeit in Verruf. Wo doch der Titel „Politologe“ auch ohne diesen Bärendienst permanent scheel angesehen werde.

Was ist denn nun das Problem an dem Artikel? Was ist denn da so unwissenschaftlich?

Die Polemik, die bewusste Lüge durch Auslassung und die Einseitigkeit.

Da steht zum Beispiel, ohne Begründung, „ein Ende der syrischen Terrorunterstützung – für die Baath-Faschisten in Damaskus ein Horrorszenario“.
Die Baath-Partei sei eine politische Partei, die Faschisten hätten mit diesen nichts zu tun. Grigat versuche hier einfach, Syrien und Hitlerdeutschland zur Deckung zu bringen.

Stimmt.

Knapp davor die Lüge: Die Beseitigung der Grenzstreitigkeiten scheitere an der Baath-Partei, weil diese ihre Herrschaft gefährdet sehe. Die Grenzstreitigkeiten bestünden in nichts anderem als in der Tatsache, dass die Golanhöhen von Israel besetzt seien. Syrien könne die Beseitigung dieser Tatsache gar nicht verhindern, im Gegenteil fordere Damaskus genau das ohne Unterlass. Die Umsetzung liege einseitig in israelischer Hand.

Stimmt auch.

In Israel gibt es mehr als genug Leute, die den Sinn der Besetzung der Golanhöhen nicht erkennen können, es sei denn als Symbol, denn einen militärischen Vorteil bringt der Besitz der Region nicht (mehr).

Die Einseitigkeit ziehe sich schließlich durch den ganzen Kommentar.
Ein Beispiel: Unter dem Zwischentitel „Verhinderung einer zweiten Shoah“ werde lange darüber monologisiert, dass der Iran eine A-Bombe nicht einmal einsetzen müsse – Israels Verteidigung sei obsolet durch die Existenz der Bombe. Ohne einen einzigen Schuss könne eine Entvölkerung Israel erreicht werden.
Doch was ist mit den israelischen Atomwaffen? Israel verfügt über Zweitschlagkapazität, dank der U-Boot-Waffe. Was ist mit einem Atomwaffen-Patt? Und hat der Besitz von Atomwaffen durch die Israelis etwa die Rebellion der Palästinenser obsolet gemacht? Kaum.
Oder ist Grigat der einzige Mensch auf der Erde, der Israels Atomwaffenpotenzial bezweifelt? Jedenfalls verschweigt er es einfach, Israel wird als hilfloses Ziel gezeichnet. Ganz abgesehen davon, dass die Palästinenser für eine Verwandlung ihrer Heimat in eine radioaktive Todeszone nicht immens dankbar wären.

Zweites – und letztes – Beispiel: Die Schlussfolgerung. Grigat sieht nur zwei und auf keinen Fall mehr Lösungen für das Nahost-Dilemma.
Lösung Nummer 1: Der Iran wird in die „konsequente politische Isolation“ getrieben. (Weil man ja aus der Geschichte weiß, dass Frieden immer dann ausbricht, wenn die Leute nicht mehr miteinander reden…)
Lösung Nummer 2: Der Iran wird durch „gezielte und wiederholte Militärschläge“ niedergehalten. (Weil tote Iraner durchaus eine gute Sache sind, während tote Israelis eine Katastrophe darstellen.)

Mein Verwandter hält Grigat für einen schlechten Politologen.
Ich halte ihn nach der genauen Lektüre dieser Argumentation ganz einfach für einen Rassisten. Nur halt einen, der Über- und Untermenschen anders verortet als die so genannten „typischen“ Rassisten.

Schulbücher

27/07/2007 § Hinterlasse einen Kommentar

In Israel wird über Schulbücher gestritten: In den von Tel Aviv abgesegneten Lernbehelfen für Araber werden Zweifel am offiziellen Dogma der Staatsgründung angedeutet; in den hebräischen Varianten (noch) nicht.

FAZ-Beitrag
Jerusalem Post Beitrag
Und
Ein ähnlich gelagerter Beitrag in Ha’aretz zu einem verwandten Thema, der unter anderem durch die im Anhang stattfindende Debatte der User interessant ist.

„Arabischen Gefühlen Raum geben“
„Jüdische Kinder nicht überfordern“

Man will die jüdischen Schüler nicht mit zwei Versionen derselben Geschichte „überfordern“ heißt es als Begründung, warum nur die arabischen Kinder (denen die zweite Version bereits von zuhause bekannt ist) mit beiden Varianten vertraut gemacht werden – mit der heldischen, blütenreinen und mit der anderen.

In Wirklichkeit wissen die Herausgeber natürlich genau, dass jüdische Kinder von zwei Versionen einer Geschichte in Wahrheit so wenig „überfordert“ werden wie etwa Scheidungskinder, die ihren Vater besuchen dürfen, in Wahrheit nicht „verwirrt“ werden.
Im zweiten Fall eine Schutzbehauptung der Mutter, die mit ihrem Ex abrechnen und ihn fertigmachen will, im ersten eine Schutzbehauptung des Ministeriums, das wahrscheinlich vermeiden will, dass erboste Likud-Wähler und Orthodoxe ihre Kinder en masse von den staatlichen Schulen abmelden.
(Schicken Orthodoxe ihre Kinder überhaupt auf staatliche Schulen? Ich weiß nicht.)

Auch so ist der Zorn natürlich enorm; kein Wunder, hat man doch jahrzehntelang weltweit gemauert und geklagt, um nur ja keinen Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass jeder einzelne jüdische Siedler in Palästina in Judäa und Samaria im gelobten Land ein ehrlicher, aufrechter Held ohne Fehl und Tadel war. Ohne Ausnahme.

(Was natürlich auch wahr ist, wie ich hier aus rechtlichen Gründen nicht unerwähnt lassen will!)

Auch wenn die Jerusalem Post beruhigt: „Education Minister Yuli Tamir’s decision to allow Arab schools to use a textbook that refers to the War of Independence as the Palestinian nakba (catastrophe) is little more than symbolic. New textbooks aren’t printed and distributed overnight, especially not in the cash-strapped Arab school system, so the new book probably won’t be ready for the coming school year.By the following year, there will probably be a new education minister who will overturn Tamir’s decision.“

Es ist trotzdem ein Schritt auf dem Weg zu einer demokratischen Normalität, möchte ich meinen. Zweifel müssen erlaubt sein – Zumindest in China, in Russland, in Österreich, in den USA – ob in Israel, das müssen die Israelis wohl für sich entscheiden.

Schweden

17/10/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

In Schweden ist die neue Kultur-Ministerin Cecilia Stegö Chilò zurückgetreten – weil sie ein paar Jahre keine Rundfunkgebühren gezahlt hat.

Traurig, wenn so gute Menschen aus der Politik ausscheiden, während Steuerhinterzieher, Schwarzarbeit-Beansprucher und andere Wirtschaftskriminelle in anderen Ländern – so zum Beispiel hier in Mitteleuropa (ich will da gar keine Namen nennen, die kennt ohnehin jeder hier bei uns) – ohne einen Anflug von Schuldgefühlen im Amt bleiben und sogar völlig sinnlos lautstark vermelden, dass sie durchaus für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stehen würden – auch wenn sie von der Partei, die bei der Wahl am meisten Stimmen abgeholt hat, nicht einmal ansatzweise gewollt werden.

Sex-Übergriffe / Schwarz-Fernsehen

Noch weiter geht der Spaß offenbar in Israel.
Staatspräsident Katzav wird jetzt sogar von der (in Israel weitgehend unabhängigen) Justiz geklagt, zahllose Politiker verschiedenster Lager wollen seinen Rücktritt. Die Vorwürfe wiegen schwer: Sexuelle Belästigung/Nötigung bis Vergewaltigung.

Nun, auf der Basis des Halbwissens aus zweiter Hand, das ich über die Zustände in israelischen Staatsapparaten besitze, und ohne den Einzelfall zu kennen, wage ich einmal, den Vergewaltigungsvorwurf zu ignorieren. Es kann natürlich sein, dass die Sache stimmt ? aber: Das haben israelische Autoritätspersonen im Prinzip gar nicht nötig, bei der Menge an jungen Wehrdienst-Leisterinnen, die überall Schreibarbeiten nachgehen und nicht zu selten auch durchaus überzeugbar sind, wie man hört.

Und genau hierauf baue ich auch meine Überzeugung, dass der Vorwurf der sexuellen Belästigung (und Nötigung) mit ziemlicher Sicherheit richtig ist.

Trotzdem wehrt sich der Mann hartnäckig dagegen, zurückzutreten.

Da muss man um den Verlust so geradliniger und aufrechter Menschen wie Chilò weinen.

—-

Nachsatz:
Ein Posting vom Standard:

missjaneausten
17.10.2006 09:02
Re: abgesehen
Nach zeitgeistiger Rechtssprechung ist es aber so, dass eine Vergewaltigung milder bestraft wird als das Zerkratzen eines Mercedes! Eigentum ist immer noch mehr wert als körperliche Unversehrtheit!

Da hat die Posterin völlig Recht. Das ist bei uns ziemlich schräg.

Islamisten

07/09/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein sehr lesenswerter Artikel aus der Presse ruft in Erinnerung, dass nicht jeder Bartträger gleich ist.

Das Interview mit dem Islamwissenschaftler Stephan Rosiny kann der geneigte Leser sich hier zu Gemüte führen.

Nukleus: Osama bin Laden ist nicht der Irak, der Iran nicht der Libanon, die Hisbollah und die Hamas sind keine Kofferbomber in Deutschland und die England-Attentäter keine Korangelehrten aus Ägypten.

All jene, die unter dem Sammelbegriff „Islamisten“ in Bausch und Bogen verdammt und irgendwann von den Amerikanern getötet werden, sind so unterschiedlich wie Vorarlberger, Wiener und Kärntner Slowenen: Sie gehören irgendwie in eine Richtung, aber ihre Interessen sind grundverschieden.

Iran

Was mich besonders wurmt ist die ständig dümmer werdende Berichterstattung über den Iran. Da heißt es einmal, „Opposition stärken“, dann „Islamisten jagen“, dann „Atomschlag“, um die iranischen Bestrebungen, sich eine Atombombe zu sichern, zu bekämpfen.

Zuletzt hieß es „moderat“, man müsse dem Iran Wirtschaftsverträge bieten, wenn er mit der Suche nach dem Atom aufhört, und mit Embargo kontern, wenn er dies nicht tut.

Jeder dieser Ansätze geht am Ziel vorbei, besonders die Atomschlag-Idee, ist sie doch der Hauptgrund, warum irgend ein Staat nach Atomwaffen strebt: Weil andere ihn damit bedrohen.

Den Iran mit braven Jungs aus dem Mittelwesten oder Ghetto-Kids aus L.A. in Uniform zu erobern ist ein problematischeres Unterfangen als im Irak. Es würde schon irgendwann klappen, aber was dann?

Alle moslemischen Staaten erobern? Wie lange besetzt halten?

Abschreckung

Die Abschreckung funktioniert. Nordkorea will niemand angreifen, Syrien schon. Warum? Nordkorea hat „vielleicht“ die Bombe. Nur ein Stück! Und das reicht. Nordkorea ist sicher.

Syrien hat mit Sicherheit keine Bombe. Alle zwei Wochen denkt man in Washington darüber nach, Damaskus zu zerstören und das Umland braven Israelis zur Besiedlung und Bereinigung zu überlassen.

Der Irak hatte keine Atombombe. Er wurde erobert und ins Chaos gestürzt, heute sterben dort täglich mindestens 20 Menschen, aber es interessiert keinen. Unter der Diktatur waren es wahrscheinlich täglich 4. Es leben Freiheit und Demokratie.

Afghanistan wurde erobert. Pakistan nicht: Das wurde zum „Freund“ erklärt. Pakistan hat die Bombe.

Auf dem Libanon trampelt jeder herum. Der Libanon kann sich nicht wehren.

Abschreckung funktioniert.

Jeder halbwegs vernünftige Bewohner Asiens und Afrikas muss sich wünschen, dass sein Staat eine Atombombe besitzt. Nicht, um sie gegen irgendjemanden zu benutzen, sondern einfach, damit die GI’s nicht kommen. Damit die Europäer und Amerikaner mit einem reden, statt einen zu boykottieren und dann fertigzumachen.

Dog Eat Dog.

Völlig gleich, wer in Teheran am Ruder sitzt: Die Mullahs oder die Opposition. Wer auch nur ein Quentchen Intelligenz besitzt, muss weiter nach der Bombe streben.

Der Ausweg wäre es gewesen, schon früher nicht jeden so genannten „Kameltreiber“ mit Krieg und Tod zu bedrohen. Jetzt ist es dazu zu spät. Sollen sie die Bombe haben. Sie wird mir Stabilität bringen.
Trägerraketen sind ohnehin nicht so leicht zu beschaffen, und wer eine Bombe hat, nach langer Müh‘ und Plage, verschießt sie nicht leichtfertig.

Mandat

28/08/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Frankreich soll sich in Sachen Libanon blamiert haben, heißt es. Weil es auf ein stärkeres Mandat warten wollte. War doch richtig, oder?

Alle Welt drängelte und meinte: „Ihr müsst das Kommando übernehmen“. Klingt ja auch logisch, so als ehemalige Kolonialmacht, da ist man, eurozentristisch betrachtet, auch zuständig.

Aber eine UNO-Truppe ist nicht so etwas wie ein Zauberspruch. Das sind ein paar Leute mit blauen Helmen und schlechter Bewaffnung. Mit einer schlechten Bewaffnung, die sie meist nur zur Selbstverteidigung einsetzen dürfen, nachdem schon auf sie gefeuert wurde.

Ein unangenehmer Job.

Ebenfalls unangenehm: Sie zu kommandieren und nachher schuld zu sein, wenn zehn oder hundert von ihnen im Beka’a-Tal verrecken.
Nein, es ist kein Gesichtsverlust, wenn man da seine Verluste minimieren will, sondern Klugheit. Aber Klugheit hat in der Politik ja kurze Beine. Und so ist sie auch schnell gestrauchelt.

400 = 3 = Niemand

Die Welt wunderte sich, als Frankreich sich nur mit 400 Mann beteiligen wollte. 400 Mann, das ist hingespuckt. Das ist, als würde man gar niemanden schicken.

So wie die Slowakei mit ihren drei Mann. Kein Problem, da in den lokalen Zeitungen genaue Portraits der gesamten Truppe zu bringen.

2.000

Nun also doch 2.000 Franzosen. Es war Chirac zu peinlich, die verwunderten Blicke der anderen. Er hat seine Militärs gezwungen. Aber das Kommando geht an Italien. Meiner Meinung nach keine Blamage für Frankreich, sondern ein Glück.

Für die Italiener macht es keinen Unterschied: Deren Militärgeschichte ist ebenso ruhmreich wie die österreichische. Abessinien, Albanien, Libyen … Eine Niederlage mehr oder weniger ist da nicht so wichtig.

Mandat

Für eine UNO-Truppe ist das genau abgegrenzte Mandat das Um und Auf. Ohne zu wissen, was man darf und was nicht, wie weit man sich bewegen darf, was man alles still akzeptieren muss, kann man nicht einschätzen, nicht planen, nicht erfolgreich sein.

Wir erinnern uns an Jugoslawien?
Als Milizionäre die Pistole auf der Schulter eines UN-Soldaten auflegten, um den „Beschützten“ im Jeep zu erschießen, während der UN-Soldat murmelte: „Ich muss Sie dringend auffordern, diese Aktivitäten zu unterlassen!“ Als die UN-Schutzzonen der Reihe nach niedergewalzt wurden?

Genau dieses Schicksal wird die UNO-Truppe im Libanon erleiden, wenn sie kein „starkes“ Mandat erhält. Und das wird sie nicht, dafür werden gewisse Länder mit ständigem Sitz im Sicherheitsrat schon sorgen.

Viel Spaß an alle, die sich da beteiligen müssen.

Wo bin ich?

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