Räuberpistole

16/10/2011 § 2 Kommentare

Bombenattentat vereitelt. Das hören wir so oft, das sind wir wirklich gewohnt. Theoretisch wird allmonatlich ein Bombenattentat im „Westen“ geplant und vor der Tat aufgedeckt. Wir nehmen es mit Achselzucken hin. Aber das „aktuelle“ – das „iranische“ in den USA – schmeckt schal. Noch schaler. Denn die USA haben ihre Glaubwürdigkeit schon im Irak verbrannt. Gefragt ist jetzt: eine schlüssige Theorie.
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Demokratisierung

04/07/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

„Die Ochsentour“ heißt die traditionelle Parteikarriere vom Jung-Funktionär über die ersten kleinen Bezirksposten bis hinauf ins Parlament – und von da in die Versorgungsposten der staatsnahen oder zumindest mit dem Staat verfilzten Wirtschaft. Doch die Ochsentour war gestern.

An der Ochsentour haben nicht mehr viele ambitionierte Jugendliche Interesse. Viele, fast alle, die da heranwachsen, haben Meinungen, wollen Dinge verändern. Aber sich die großen, freien Ideen verbiegen, wegnehmen oder vollends zerstören lassen bis man am Ende außer Parteisoldat nur noch ParteiSOLDat ist, das ist frustrierend. Damit kommen nur die wirklich zurecht, die schon von sich aus sehr nah an der Parteilinie fahren oder die mit dem Unterordnen und Dienen ganz zufrieden sind. Konservative Werte.

Konservativ, verzweifelt oder idealistisch

Die große Mehrheit zuckt wohl schließlich die Achseln und wendet sich von politischen Ideen ab und anderen Träumen zu: Geld, mehr Geld, Familie, noch mehr Geld, Auto, Ruhm – das sind die gängigen Wunschvorstellungen, wenn Jugendliche nach ihren Hoffnungen und Träumen befragt werden. Das klingt auch ziemlich konservativ; und dazu passt ja, dass die konservativen Strömungen im Euroland überall ganz gut dastehen.

Wer verzweifelt oder zornig genug ist, um seine Träume von Geld und Ruhm zu begraben, wandert nach rechts ab.

Wer idealistisch genug ist, versucht auf alternativen Wegen Einfluss zu üben. Und alternative Wege sind gerade heute trendig: #iranelection oder #moonwalkvienna über Twitter, Lichterketten oder eine MQ-Bier-Party über Facebook: Eine zündende Idee und ein paar Freunde reichen, und kann losgehen.

Ein aktuelles Interview der Presse vom 4.7. deutet auch in diese Richtung:

Presse: Und dennoch halten sich die Jungen aus der Debatte raus.

Gründinger: Wir sind eine politische Generation, aber wir haben gelernt, dass wir ohnmächtig gegenüber der Politik sind. Jugendbeteiligung ist meist nicht ernst gemeint. Würden die Jugendlichen wirklich ihre Stimme erheben, bekämen die Politiker Angst, weil Jugendliche alles sofort und radikal wollen.

Presse: Wie bringt man eine desillusionierte Generation Praktika auf die Straße? Soll sie dort überhaupt hin?

Gründinger: In Deutschland waren zuletzt 300.000 Jugendliche beim Bildungsstreik. Die Ministerin fand das „irgendwie von gestern“. Damit zerstören sich die Parteien selbst. Viele Junge suchen ihre politische Zukunft lieber außerhalb des Parlaments. Die Politik sagt ja selbst, sie kann nichts lösen. Na gut, dann mischen wir uns woanders ein.

Wandel

Dieses „woanders“ stößt natürlich nicht überall auf Verständnis, schon gar nicht auf Gegenliebe. Besonderen Konfliktstoff bietet der Zusammenprall von „Ochsen“ und „Quereinsteigern“ wie in den vergangenen paar Monaten bei den Grünen und ihren ungebetenen Vorwählern. Wer sich seit Jahren in Gremien den verlängerten Rücken breitsitzt und Nächte hindurch gegnerische Wahlplakate mit lustigen Gegenparolen beklebt hat hält natürlich wenig davon, wenn jetzt, kurz bevor er es schafft auf Platz 36 der Liste auf ein „Kampfmandat“ zu rutschen und vielleicht endlich einen Namen zu bekommen, irgendwer daherkommt, der bisher das Leben genossen hat, und mir nichts, dir nichts übers Internet in die sauer umkämpfte Liste eingreifen will.

Die Folge ist gerade für die Grünen ein Drama: Erst Ablehnung aller Interessierten, Verunglimpfungen, dann Gesinnungsprüfungen und Selektion der Interessierten, das passt zu einer verstockten Partei mit Gründungsdatum im 19. Jahrhundert, nicht zu einer „jungen“ Bewegung, die in der Au geboren wurde.
Aber gut: Die Grünen können auch nicht für immer jung bleiben.

Lichterketten also. Vorwähler. Pseudo-Tehraner und MQ-Proster. Von wegen Politikverdrossenheit. Die jungen sind aktiv, sie setzen sich ein und sie haben Ideale. Nur zählt zu diesen Idealen eben nicht der Sklavendienst für verknöcherte Bonzen oder dümmlich dauerlächelnde Haberer. Die werden auch weiterhin über die politikmüde Jugend klagen und Social Networks als unseriöse Marketinggags verteufeln; die Dinge ändern sich trotzdem, die Welt wird demokratischer, unterhalb der Oligarchen eben.

Offensichtlich

07/09/2008 § Hinterlasse einen Kommentar

Iran und Indien. Im Lexikon so nah, in der Wahrnehmung der USA so verschieden. Doch man könnte, nahende Wahlen hin oder her, ein wenig subtiler vorgehen als die Bush-Administration in Sachen atomarer Schützenhilfe.

Der Iran baut Zentrifugen und reichert Uran an. Er behauptet, für zivile Nutzung. Der Aufschrei in den USA ist groß: Neuer Holocaust, menschenverachtend, Regime, Militärschläge, Sanktionen, Vernichtung, Ausgrenzung, Aushungern, Zwingen.

Indien will Atomtechnologie. Wofür, verrät es nicht im Detail. Die USA sind dafür. Macht nichts, dass das Nonproliferationsabkommen nicht unterzeichnet wurde, wer will denn einem freundlichen und liebenswerten Land wie Indien den Zugang zur segensreichen Technologie mit langweiligen Auflagen schwer machen, gebt ihnen alles, gebt es ihnen sofort, fragt nicht lang und kontrolliert schon überhaupt nicht.

Wie passt das zusammen?

Politisch: Leicht. Der Iran, wie er sich heute darstellt, ist das Produkt einer radikalen Abkehr von der US-Linie. Die US-installierte Marionettenregierung ist weg und verteufelt, die USA selbst sind Feindbild. Indien war Jahrzehnte lang linkslastig halbblockfrei mit starken Sympathien für das Reich des Bösen. Jetzt kommen zwei Drittel der amerikanischen Software von dort, und geostrategisch ist Indien gut als Amboss zum israelischen Hammer geeignet, um die verhassten Moslems flach und geschmeidig zu klopfen.

Objektiv: Gar nicht. Die Ungleichbehandlung ist einfach viel zu offensichtlich.

Völlig unverständlich also, warum die USA nicht einfach klar sagen, was sie denken, warum sie objektive Argumenthülsen aufbauen wie weiland die simplen Anti-Irak-„Beweise“ aus Powerpoint-Folien.
Sie könnten eine Menge Vertrauen aufbauen, indem sie ganz einfach zugeben: „Wir sind dem Iran böse, also gönnen wir ihm nichts. Und wir mögen die Inder und halten sie für nützlich im Ringen gegen Moslems und Chinesen, also wollen wir sie gern so hoch rüsten wie wir können, ohne dabei unsere eigene Vormachtstellung zu gefährden.“

Mut

24/09/2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Der iranische Präsident Ahmedinejad traut sich was. Eine Reise in die USA. Und dabei ist er der Mann, der nach einem Angriff der USA auf den Iran als erster als „Kriegsverbrecher“ aufgehängt würde.

„Ahmadinejad hatte mit seiner Absicht, einen Kranz für die Opfer der Anschläge des 11. Septembers 2001 am Ground Zero niederlegen zu dürfen einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Dies wurde unter Hinweis auf Sicherheitsgründe abgelehnt.

Am heutigen Montag will Ahmadinejad vor Studenten der Columbia University sprechen und sich auch Fragen der Studenten stellen. Die Universität lehnte Forderungen nach einer Ausladung des iranischen Präsidenten mit Hinweis auf die Redefreiheit ab. Ahmadinejad hat, in international scharf kritisierten Reden, die Zerstörung Israels gefordert und den Holocaust als Märchen bezeichnet.“

In so einem Klima, wie es der Kurier beschreibt, würde ich mich an seiner Stelle nicht den Studenten stellen. Wer weiß, knallt ihn womöglich einer ab und fühlt sich dann als großer Held.

Ballverlust?

16/09/2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Nicht nur im Rugby droht den Franzosen ein früher Ballverlust. Auch in der Außenpolitik hält Nicolas Sarkozy das Ei ziemlich lose in der Hand. Um sich als Person zu profilieren, bedroht er nun wichtige französische Interessen – im Iran.

Als ob es nicht schon genug wäre, dass Frankreich in der Ära Chirac viel Boden in Afrika verloren hat. Dort war der Nutznieser Amerika, das überall als Mineneigner und Waffenlieferant eingestiegen ist, wo die Gegner der von Frankreich favorisierten Machthaber ihre Pfründe verloren haben.

Schwere Schläge.

Und nun will Sarkozy sich als West-Hardliner betätigen, wahrscheinlich, um Image in den USA zu gewinnen und Frankreich in der EU als Außenpolitik-Rädelsführer zu positionieren.

Dass er sich dafür gerade den Iran als Spielfeld aussucht, ist vielleicht nicht wahnsinnig glücklich. Dort gehören die Förderrechte zu einem guten Teil Franzosen. Auch wenn sie im Fall einer heftigen Krise wohl kaum den Amerikanern abgetreten werden würden, gibt es doch genügend andere „Player“, die sich darum reißen würden, etwa in China.

Keine gute Idee also, großmächtig gegen die Mullahs zu wettern.

Oder weiß Sarkozy etwas, was wir nicht wissen? Muss er sich jetzt sofort und rasch als US-Freund präsentieren, damit nach einem akut anstehenden Dekapitationsschlag gegen Teheran nicht Halliburton statt Total und Gaz de France an Persiens Südküste den Ton angibt?

Politologenehre

14/09/2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Freitagabend – die neuen Wochenendzeitungen sind schon gedruckt. Höchste Eisenbahn, noch rasch die Presse vom vorigen Samstag zu kommentieren, die insofern bemerkenswert war, als sie ein Mitglied meiner Familie schockiert hat.

Sicher, sie war auch bemerkenswert, weil ein Mensch wie KHM-Direktor Seipel darin eine Plattform gefunden hat, sich selbst und seine Denke schamlos vor aller Welt offenzulegen und mit eigenen Worten zu beweisen, dass alles, was man stets über ihn denkt, noch hinter dem zurückbleibt, was in Wahrheit mit ihm los ist.
Aber lassen wir Seipel Seipel sein – um ihn müssen wir uns ja keine Sorgen machen, der hat’s geschafft.

Kommen wir zurück zu einem ungenannt bleiben wollenden Familienmitglied, das sich über einen Kommentar, einen Gastkommentar, auf Seite 41 ereifert hat. Stephan Grigat heißt der Verfasser, und laut Fußtext ist er nicht nur Politologe, sondern sogar Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft in der Universität Wien.

Seiner Zunft macht er aber (wie so viele Politologen) laut jenem Verwandten, der es wissen muss, keine Ehre. Im Gegenteil! Unter dem Titel „Die iranische Bedrohung“ legt er des Langen und Breiten klar, dass der Iran „mit allen Mitteln“ an der Entwicklung von Nuklearwaffen gehindert werden muss. „Mit allen Mitteln“ heißt für Grigat: mit Gewalt.

Warum?

Es drohe ansonsten eine zweite Shoah. Punkt.

Wissenschaft

Das ist nun mal ein Kommentar, da darf man seine Meinung schreiben, wie auch immer sie aussieht – dachte ich!
Doch mein Verwandter, die zusammengefaltete Zeitung mit zitternden Händen auf dem Tisch glättend, belehrt mich eines Besseren.

Ein Mensch, der einfach so eine Meinung zum Besten gibt, dürfe das ruhig tun, solange er sich nur Stephan Grigat nennt oder meinetwegen Doktor, Magister, Schreiber oder Pfaffe.
Es ginge aber nicht an, dass er sich hinter einem Lehrauftrag am IPW verschanze und seiner persönlichen, privaten und noch dazu unausgegorenen Meinung damit den Anschein der Wissenschaftlichkeit verleihe. Grigat sei ein Verräter an der Politikwissenschaft, höre ich da murmeln, er bringe alle, die einen entsprechenden Abschluss hätten, durch seine fatale Unwissenschaftlichkeit in Verruf. Wo doch der Titel „Politologe“ auch ohne diesen Bärendienst permanent scheel angesehen werde.

Was ist denn nun das Problem an dem Artikel? Was ist denn da so unwissenschaftlich?

Die Polemik, die bewusste Lüge durch Auslassung und die Einseitigkeit.

Da steht zum Beispiel, ohne Begründung, „ein Ende der syrischen Terrorunterstützung – für die Baath-Faschisten in Damaskus ein Horrorszenario“.
Die Baath-Partei sei eine politische Partei, die Faschisten hätten mit diesen nichts zu tun. Grigat versuche hier einfach, Syrien und Hitlerdeutschland zur Deckung zu bringen.

Stimmt.

Knapp davor die Lüge: Die Beseitigung der Grenzstreitigkeiten scheitere an der Baath-Partei, weil diese ihre Herrschaft gefährdet sehe. Die Grenzstreitigkeiten bestünden in nichts anderem als in der Tatsache, dass die Golanhöhen von Israel besetzt seien. Syrien könne die Beseitigung dieser Tatsache gar nicht verhindern, im Gegenteil fordere Damaskus genau das ohne Unterlass. Die Umsetzung liege einseitig in israelischer Hand.

Stimmt auch.

In Israel gibt es mehr als genug Leute, die den Sinn der Besetzung der Golanhöhen nicht erkennen können, es sei denn als Symbol, denn einen militärischen Vorteil bringt der Besitz der Region nicht (mehr).

Die Einseitigkeit ziehe sich schließlich durch den ganzen Kommentar.
Ein Beispiel: Unter dem Zwischentitel „Verhinderung einer zweiten Shoah“ werde lange darüber monologisiert, dass der Iran eine A-Bombe nicht einmal einsetzen müsse – Israels Verteidigung sei obsolet durch die Existenz der Bombe. Ohne einen einzigen Schuss könne eine Entvölkerung Israel erreicht werden.
Doch was ist mit den israelischen Atomwaffen? Israel verfügt über Zweitschlagkapazität, dank der U-Boot-Waffe. Was ist mit einem Atomwaffen-Patt? Und hat der Besitz von Atomwaffen durch die Israelis etwa die Rebellion der Palästinenser obsolet gemacht? Kaum.
Oder ist Grigat der einzige Mensch auf der Erde, der Israels Atomwaffenpotenzial bezweifelt? Jedenfalls verschweigt er es einfach, Israel wird als hilfloses Ziel gezeichnet. Ganz abgesehen davon, dass die Palästinenser für eine Verwandlung ihrer Heimat in eine radioaktive Todeszone nicht immens dankbar wären.

Zweites – und letztes – Beispiel: Die Schlussfolgerung. Grigat sieht nur zwei und auf keinen Fall mehr Lösungen für das Nahost-Dilemma.
Lösung Nummer 1: Der Iran wird in die „konsequente politische Isolation“ getrieben. (Weil man ja aus der Geschichte weiß, dass Frieden immer dann ausbricht, wenn die Leute nicht mehr miteinander reden…)
Lösung Nummer 2: Der Iran wird durch „gezielte und wiederholte Militärschläge“ niedergehalten. (Weil tote Iraner durchaus eine gute Sache sind, während tote Israelis eine Katastrophe darstellen.)

Mein Verwandter hält Grigat für einen schlechten Politologen.
Ich halte ihn nach der genauen Lektüre dieser Argumentation ganz einfach für einen Rassisten. Nur halt einen, der Über- und Untermenschen anders verortet als die so genannten „typischen“ Rassisten.

Islamisten

07/09/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein sehr lesenswerter Artikel aus der Presse ruft in Erinnerung, dass nicht jeder Bartträger gleich ist.

Das Interview mit dem Islamwissenschaftler Stephan Rosiny kann der geneigte Leser sich hier zu Gemüte führen.

Nukleus: Osama bin Laden ist nicht der Irak, der Iran nicht der Libanon, die Hisbollah und die Hamas sind keine Kofferbomber in Deutschland und die England-Attentäter keine Korangelehrten aus Ägypten.

All jene, die unter dem Sammelbegriff „Islamisten“ in Bausch und Bogen verdammt und irgendwann von den Amerikanern getötet werden, sind so unterschiedlich wie Vorarlberger, Wiener und Kärntner Slowenen: Sie gehören irgendwie in eine Richtung, aber ihre Interessen sind grundverschieden.

Iran

Was mich besonders wurmt ist die ständig dümmer werdende Berichterstattung über den Iran. Da heißt es einmal, „Opposition stärken“, dann „Islamisten jagen“, dann „Atomschlag“, um die iranischen Bestrebungen, sich eine Atombombe zu sichern, zu bekämpfen.

Zuletzt hieß es „moderat“, man müsse dem Iran Wirtschaftsverträge bieten, wenn er mit der Suche nach dem Atom aufhört, und mit Embargo kontern, wenn er dies nicht tut.

Jeder dieser Ansätze geht am Ziel vorbei, besonders die Atomschlag-Idee, ist sie doch der Hauptgrund, warum irgend ein Staat nach Atomwaffen strebt: Weil andere ihn damit bedrohen.

Den Iran mit braven Jungs aus dem Mittelwesten oder Ghetto-Kids aus L.A. in Uniform zu erobern ist ein problematischeres Unterfangen als im Irak. Es würde schon irgendwann klappen, aber was dann?

Alle moslemischen Staaten erobern? Wie lange besetzt halten?

Abschreckung

Die Abschreckung funktioniert. Nordkorea will niemand angreifen, Syrien schon. Warum? Nordkorea hat „vielleicht“ die Bombe. Nur ein Stück! Und das reicht. Nordkorea ist sicher.

Syrien hat mit Sicherheit keine Bombe. Alle zwei Wochen denkt man in Washington darüber nach, Damaskus zu zerstören und das Umland braven Israelis zur Besiedlung und Bereinigung zu überlassen.

Der Irak hatte keine Atombombe. Er wurde erobert und ins Chaos gestürzt, heute sterben dort täglich mindestens 20 Menschen, aber es interessiert keinen. Unter der Diktatur waren es wahrscheinlich täglich 4. Es leben Freiheit und Demokratie.

Afghanistan wurde erobert. Pakistan nicht: Das wurde zum „Freund“ erklärt. Pakistan hat die Bombe.

Auf dem Libanon trampelt jeder herum. Der Libanon kann sich nicht wehren.

Abschreckung funktioniert.

Jeder halbwegs vernünftige Bewohner Asiens und Afrikas muss sich wünschen, dass sein Staat eine Atombombe besitzt. Nicht, um sie gegen irgendjemanden zu benutzen, sondern einfach, damit die GI’s nicht kommen. Damit die Europäer und Amerikaner mit einem reden, statt einen zu boykottieren und dann fertigzumachen.

Dog Eat Dog.

Völlig gleich, wer in Teheran am Ruder sitzt: Die Mullahs oder die Opposition. Wer auch nur ein Quentchen Intelligenz besitzt, muss weiter nach der Bombe streben.

Der Ausweg wäre es gewesen, schon früher nicht jeden so genannten „Kameltreiber“ mit Krieg und Tod zu bedrohen. Jetzt ist es dazu zu spät. Sollen sie die Bombe haben. Sie wird mir Stabilität bringen.
Trägerraketen sind ohnehin nicht so leicht zu beschaffen, und wer eine Bombe hat, nach langer Müh‘ und Plage, verschießt sie nicht leichtfertig.

Wo bin ich?

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