Leistung

30/08/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Was haben wir gelacht über die dummen belgischen Medien, als sie Google News verklagten und prompt aus dem Index flogen. Die Hand beißen, die jedes Medium zu 40 bis 60 Prozent füttert? Idiotisch.

Nicht jeder sieht es so. Die deutschen Zeitungsverleger tun es ihren belgischen Kollegen gleich. Sie nennen es „Leistungsschutzrecht“.
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Leistungsschutz

10/03/2012 § 2 Kommentare

Im Internet Geld verdienen ist schwer. Leichter ist, anderen ihr Geld wegzunehmen. In Deutschland passiert das jetzt. Der Schlüssel dazu ist das „Leistungsschutzrecht für Presseverlage„.
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Audiovisual Media Days

16/06/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Opening-Keynote sagt schon sehr viel: „The Video Decade“. Bewegtbild im Internet in allen denkbaren Einsatzformen und Crossmedia-Anwendungen. Es ist eine Spielwiese für Video-Buffs. Ich war dort. Zwei Tage und ein paar Zerquetschte in Bayern.

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Mubarak

29/01/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Ägypten wirft Schatten bis nach Österreich: Vom Erfolg des Umsturzes in Tunesien beflügelt wagen nun auch die Ägypter den Aufstand. Doch die Dominotheorie ist falsch: Jeder Stein ist anders; jeder fällt anders, und mancher wackelt nicht einmal. Von Ägypten bis in die Schweiz, von Kairo bis Wien.


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Arbeitspflicht

14/09/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Die bestens bekannte Stopptaferl-Frau Ursula „Zensursula“ von der Leyen will deutsche Arbeitslose zur „Bürgerarbeit“ zwangsverpflichten. Die ÖVP nimmt den Vorschlag begeistert auf.

34.000 Langzeitarbeitslose in Deutschland müssen ab Jänner bestimmte vorgegebene Pflichten für Vater Staat erfüllen. „Aktiv zu sein ist besser als zu Hause auf ein Jobangebot zu warten“, sagt Zensursula richtig. So richtig wie „Kinderpornographie ist ein Verbrechen“, aber das erste wird nicht besser, wenn Grafik-Designer Sperrmüll ins Großfeuer werfen, so wie das zweite nicht besser wird, wenn der Staat nach dem Rasenmäherprinzip IP-Adressen saugt oder gar selbst Kinderpornographie als Köder ins Netz stellt.

In Vollzeit eine Zwangsarbeit zu verrichten hindert Arbeitslose, die etwa nicht zu Hause herumsitzen wollen, an der zielgerichteten Arbeitssuche. Die neue Karriere als Sperrmüllverheizer ist damit zur Dauerlösung geworden.

Bei der ÖVP in Österreich kommt wieder einmal eine der hohlen Lieblingsphrasen des konservativen Lagers zur Anwendung: „sozialer Missbrauch“, aus derselben Wortschmiede, die uns schon die „Leistungsträger“, „was nichts kostet ist nichts wert“ und „geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut“ geschenkt hat.

Wie immer treffen die Gießkannen-Attacken nämlich keineswegs die schlauen, antisozialen Ratten, die kundig Lücken im System nutzen, um sich auf Kosten der Allgemeinheit einen faulen Lenz zu machen. Ja, es gibt sie, die Sozialschmarotzer. Aber sie werden von solchen Massenprogrammen nicht erfasst. Breite Keulen treffen die breite Masse, die Braven, die sich ernsthaft bemühen und zum Beispiel als ewige zweitgereihte Bewerber laufend dicht dran, aber nie drin sind, und die Systemgläubigen, die hoffen, dass sie Erfolg haben werden, wenn sie sich nur an die Regeln halten.

Dumm?

Vielleicht. Aber Dummheit gehört, anders als gemeinhin behauptet, nicht gestraft, sondern aufgeklärt. Dafür ist unsere Zivilisation da, nicht zur Zwangsrekrutierung billiger „HiWis“.

Gauckelei

30/06/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Doch keine „gemähte Wiese“, wie man auf gut österreichisch sagt: Christian Wulff stolpert mühsam gegen den SPD-Kandidaten bergan.

Joachim Gauck präsentiert sich gern als über den Dingen stehend. Damit hat er beim normalen Wahlvolk einen Stein im Brett. Aber selbst wenn das gar nicht gefragt wird, so wie jetzt bei der Bestellung eines Amtsnachfolgers für Horst Köhler zum deutschen Bundespräsidenten, fliegen dem SPD-Gegenkandidaten zum Regierungs-Wulff die Herzen der Wahlmänner und -frauen zu.

499 Stimmen im ersten Wahlgang statt nur 460 wie es die Parteiblöcke vorhersehen ließen, das heißt, es gibt Fahnenflüchtige in der Wahlkommission, die sich nicht ans Diktat der Angela Merkel halten. Zumindest nicht im ersten Wahlgang.

Der dritte, chancenlose Kandidat der Linken sorgte mit seinen 126 Stimmen dafür, dass die 600 brav für Christian Wulff votierenden Parteisoldaten um schlappe 23 keine saubere Mehrheit durchbrachten.

„Schwan gehabt“, möchte man da ausrufen, denn solche Hoppalas geben auch straßenfernen innenpolitischen Entscheidungen einen gewissen Spannungsfaktor, einen gesinenhaften Touch des Unberechenbaren. Auf diese Weise sind gerade sie am besten geeignet, die galoppierende Wahl- und Politikmüdigkeit des dauergeleimten Wahlvolkes zu zügeln. Vorübergehend.

Ach ja:

Der Wulff wird schon noch in den Hühnerstall einbrechen. Denn im dritten Wahlgang muss er nur noch vorne liegen, auch wenn es nicht für die 50% reichen sollte.

(Nachtrag: Und so geschah es: Der dritte Wahlgang war’s.)

Ethikunrat

28/11/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Wer Ratschläge erteilt, sollte weiter denken als nur bis zum Mittagessen. Der „Deutsche Ethikrat“ tut das offensichtlich nicht. Anmerkung zur Empfehlung gegen die Babyklappen in Deutschland.

Der Deutsche Ethikrat, besetzt mit Persönlichkeiten aus Theologie, Medizin und anderen offiziell mit Gewicht ausgestatteten „Brain-Pools“, hat eine Empfehlung ausgesprochen, alle achtzig in Deutschland existierenden Babyklappen zu schließen und anonyme Geburten zu verbieten.

Der Gedanke dahinter: Kein Kind, schon stark mit der Frage „Wohin gehe ich?“ beschäftigt, soll mehr im Ungewissen über die Frage bleiben: „Woher komme ich?“

„Die Angebote anonymer Kindesabgabe sind allerdings ethisch und rechtlich sehr problematisch, insbesondere weil sie das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft und auf Beziehung zu seinen Eltern verletzen. Die bisherigen Erfahrungen mit den Angeboten legen zudem nahe, dass es nicht wahrscheinlich ist, Frauen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie ihr Neugeborenes töten oder aussetzen, durch die Angebote überhaupt zu erreichen.“

http://www.ethikrat.org/der…

Der Ethikrat beruft sich in seiner Begründung auch auf Schätzungen, wonach seit Einführung der anonymen Geburt 1999 mehr als 500 Kinder zu Findelkindern mit dauerhaft anonymer Herkunft wurden.

Tötung

Mag sein, dass Frauen, die bereits vorhaben, ihr Kind zu töten oder abzutreiben, durch das Angebot einer Babyklappe nicht besonders angesprochen werden.
Trotzdem sollte man vielleicht den umgekehrten Gedankengang nicht aus dem Sinn verlieren: Was sollen jene mehr als 500 Frauen tun, die in einer so verzweifelten Lage sind, dass sie anonym gebären und das Kind weggeben, die aber nicht vorhaben, ihr Kind zu töten?

Verbietet man ihnen die Möglichkeit, dem Kind (eh schon mehr als unfeministisch) ein Leben in einem anderen Familienverband zu ermöglichen, ohne dass sie Repressalien zu fürchten haben, bleiben ihnen zwei Auswege:

1) Das Kind offen bekommen und die Konsequenzen tragen – welcher Art diese auch immer sein mögen. Und da gibt es eine ziemlich harte Bandbreite, bis hin zur Möglichkeit, Mordopfer zu werden.

2) Das Kind eben töten.

Ein genial ethischer Rat also: Bevor ein paar Leute nicht wissen, wer ihre Mutter ist, lassen wir lieber ein paar mehr Lebenslichter auspusten. Und das von einem Gremium mit Theologen und einem Bischof – wo doch die ersten Babyklappen im heute deutschsprachigen Raum von Klöstern geschaffen wurden. Aus gutem Grund.

Wo bin ich?

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