Biketrip

27/09/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein Abendtermin am anderen Ende der Stadt, wenig Zeit und ein verpasster Bus. Die Lösung: Ein Trip mit Rad und U-Bahn in Kombination. Die Entscheidung dazu war richtig.
Disclaimer: Dieser Beitrag hat keine Pointe, er ist simpel und langweilig.



Treffpunkt um 19:00 Uhr, am Stadtrand im 12. Bezirk. Ausgangsort: im hohen Norden Wiens.
Die Zeit: 18:19 Uhr, also ohnehin schon spät, und der Bus röhrt gerade vorbei. Es wird eng.
Ausnahmsweise also die Entscheidung fürs Fahrrad, das viel zu viel im Keller steht und Staub ansetzt.

Hinweg

Es ist noch nicht dunkel, nur dämmrig, aber Licht trägt ja zur Sicherheit bei; ein Helm wird empfohlen und zwei Menschen behaupten, er bringe auch etwas, also kommt auch dieses Accessoire mit.
Innerhalb von 8 Minuten auf der Fahrbahn (Radwege gibt es hier draußen nur entlang der S-Bahn-Trasse und, in eine Richtung, an der Hauptverkehrsader) bis zur U1-Station geflitzt.
Um 18:30 Uhr, exakt zum Beginn der Radmitnahmezeit, erreiche ich die U-Bahn und steige ein. Es ist ein neuer V-Wagen, es gibt also nur wenig Platz. Durch genaue Kenntnis der Stationenfolge gelingt es mir aber, das Fahrrad immer von der Einstiegstür fernzuhalten, bis der U-Bahn-Wagen so voller Passagiere wird, dass ich mich nicht mehr bewegen kann. Am Praterstern wird es richtig ungemütlich, am Nestroyplatz verlasse ich den Zug und lege den Weg zum Schwedenplatz auf dem Radweg zurück – es geht gut voran und ich trage das Velo die Stiegen hinunter in die U4-Station. Der nächste Zug kommt, ich steige mittig ein, wieder ein V-Wagen. Diesmal schiebe ich zu einem „Knie“, wo mehr Platz ist, schließlich will ich nach Ober St.Veit und bis dahin sollte das Aussteigen leicht gehen.
Es rüttelt mächtig und ich muss das Rad die ganze Zeit über festhalten, damit es nicht im Zug herumgeschleudert wird.
Erstaunlich viele Menschen fahren bis Ober St.Veit. Ich steige als Letzter aus und trage das Rad die Stiegen hoch und zwischen (möglicherweise?) Obdachlosen (Annahme aufgrund Garderobe und Getränkeauswahl) hindurch.

Bergan

Den Hügel hinauf geht es mit einer Einbahn – interessanterweise ist auf der anderen Seite ein Radweg gegen die Einbahn eingezeichnet, großzügig breit. Mit der Einbahn fahre ich auf der Fahrbahn und nutze Schlenkerer in der Straße und Kreuzungen, um rasante Heimfahrer im Blechgewand und mit mehr PS vorbeizulassen. Oben wird es ruhiger, am Bestimmungsort gibt es einen geeigneten Abstellplatz.

Bergab

Auf der Rückfahrt ist es verkehrstechnisch schon ehr ruhig. Die Abfahrt – diesmal am Radweg gegen die Einbahn – ist ein komfortables Rollen.

Heimwärts

Die U-Bahn ist beinah menschenleer, Platz genug für das Rad.
An der Zielstation der U1 kann ich unabhängig vom Bus nach hause fahren und mir im Dunklen den Wind um die Nase blasen lassen.

Angenehm.
Es sollten mehr Menschen mit dem Rad fahren.

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