ARS

02/09/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Überwachung und Befreiung. Manipulation und ihre Demaskierung. Bild und Ton. Und Buchstaben, viele, viele Buchstaben. Das sind, grob gefasst, einige der auffälligsten Themen der Ars Electronica 2012 in Linz.

Laut und leise

Jugendliche beschäftigen sich im u19-Bereich mit satellitengesteuerten Quadrocoptern, selbst entworfenen und programmierten Computerspielen, erneuerbarer Energie und Klang durch Bewegung. Jugendliche und Erwachsene beschäftigen sich nebenan im AEC, der augenfälligen Techno-Burg am Urfahraner Donauufer, mit kaum anderen Themen: Satellitenbildern und demografischen Daten auf Abruf, Sicherheit in Sozialen Netzwerken und dem Netz als Ganzes, fern- und selbstgesteuerten Robotern. Es gibt Animationsfilme und computeranimierte Special Effect Shows, Eye-Tracking und 3D-Printer.

Eine Fülle von Gedankensplittern aus der Welt der Technologie, viel auszuprobieren, allerdings ohne wirklichen Zugang zu den Rädchen, die sich dahinter drehen, unzählige blinkende Lichter und schnelle Bewegungen, aber kein Tiefgang – den Hintergrund lernt man ja ohnehin dann im schier omnipräsenten Hagenberg.

Etwas ruhiger und übersichtlicher geht es auf der südlichen Donauseite zu. Im Lentos ein Symposium über Form und Design, japanische Überwachungsroboter im Dunkeln. Im Architekturforum Vorträge über digital organisierte Bewegungen, im Brucknerhaus das „Big Picture“ in stummen Kleinkinos und lauten Bewegungsräumen. Hier gibt es auch „faire“ Weltkarten als pyramidenförmiges 3D-Modell, das mit jedem beliebigen Erdteil als Zentrum funktioniert, und eine spannende Gegenüberstellung von Ton und Bild: ein Text, von jeweils verschiedenem Videomaterial hinterlegt, der dadurch seine Aussage massiv verändert: Eine Betrachtung über Ordnung und Gehorsam, eine Betrachtung über die Vermittlung von Botschaften – beides entweder revolutionär oder brav, je nach Bildschirm.

Ruhig und laut gab es auch zusammen oder im schnellen Wechsel – bei der CyberArts-Ausstellung im OK, dem stets an allen großen Kulturereignissen beteiligten Offenen Kulturhaus.

Buchstaben

Omnipräsent waren in ganz Linz die Buchstaben. Selbst gebastelt, gekauft, aufgepeppt oder unauffällig, organisiert oder chaotisch: die Buchstaben waren Mitspieler während der Klangwolke, sie leuchten im Takt und zu den richtigen Tönen; sie waren die Protagonisten eines sympathischen Umzugs durch die Stadt, dem die Straßenbahnen geduldig Platz machten.

Ein Video folgt.

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