Bürochef

29/12/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

SPÖ-Hudriwudri Niko Pelinka soll Bürochef von ORF-General Alexander Wrabetz werden. Viel gibt es dazu ja nicht zu sagen. Nur eine Anmerkung. Und eine Bitte.

Alle Medien haben darüber geschrieben, alle Parteien haben ihre Meinung geäußert, ich bin spät dran und habe nicht viel hinzuzufügen. Nicht einmal auf die anderen Meldungen verlinken kann ich, es sind zu viele und ich habe nicht die Zeit, mich so intensiv mit allen zu beschäftigen, dass ich eine glückliche Auswahl treffen könnte.

  • Man spricht von Postenschacher und politischer Einflussnahme – jo eh.
    Alexander Wrabetz bekommt eben quasi einen Politoffizier ins Büro gestellt.
    Wir sehen daran: Die Politik vertraut ihm nicht vollends.
  • Dass dieser Pelinkaniko dabei im Monat mehr Geld überwiesen bekommt als Otto Normalverbraucher in fünf Jahren quälender Plackerei überrascht keineswegs, das ist in der Ebene ganz normal.
  • Dass der ORF dadurch an journalistischer Glaubwürdigkeit verliert, stimmt gewiss. Viel ist da aber ohnehin nicht zu verlieren. Die „Unabhängigkeit des ORF“ ist gesetzlich „garantiert“ – aber wer glaubt daran? Hände hoch. Niemand? Na eben.

Man weiß, dass die Redaktionen sich um Unabhängigkeit bemühen und dass von oben hineingepisst wird, wo sich eine Lücke bietet. Es ist ein Kampf, der mal hierhin, mal dahin wogt, und der nicht enden wird, solange das Fernsehen Leitmedium ist.

Was im ORF die Politiker sind in anderen Medien die Verlage – mal geht es um Macht, mal geht es um Kohle, immer ist es ein Ringen der Mächtigen mit den Journalisten.

Ob es nun Niko Pelinka ist oder irgendein anderes Gesicht, das ist bedeutungslos.
Was zählt, ist das Bewusstsein, die Erinnerung daran, dass journalistische Freiheit und journalistische Arbeit Schutz brauchen, ebenso wie die Achtung und die Anerkennung der Menschen.
Guter Journalismus ist keine Selbstverständlichkeit und muss respektiert werden, wo er sich regt.

Medien und Politik

Gleiches gilt natürlich für gute Politik.
Augen auf:
Ignoriert die Pelinkas und ihre politischen Ziehväter, sucht nach ehrlichen und anständigen Politikern (wobei mit ehrlich und anständig hier tatsächlich ehrlich und anständig gemeint sind, nicht die Hohnworte oder Quasibeleidigungen, die in der Politik gern daraus gemacht werden). Es gibt sie nämlich, hie und da, die Guten.
(Ich nenne jetzt keine Namen, jeder darf das selbst entscheiden)

Sie zu wählen und die Korrupten nicht, das ist die einzige Waffe, die uns Demokraten bleibt.
Nutzen wir sie.
Bitte.

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