Pepperspraycop

29/11/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Spät, aber doch, liefere ich noch meinen Senf zum „Pepperspraycop“ Lieutenant John Pike ab. Pike hat am Campus der UC Davies sitzende und Parolen rufende/schreiende, aber ansonsten harmlose Studenten und Occupy-Sympathisanten im lässigen Vorbeigehen mit Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Einfach so. Das ist Fakt. Er wurde dabei gefilmt und fotografiert.

Kommen wir nun zu den Interpretationen.

Für die einen ist Pike das hässliche Gesicht des Systems, ein Unterdrücker, ein Gewalttäter, der die ihm verliehene Autoritätsposition ausnutzt, um seine niederen Instinkte auszuleben und ungesühnt Schwächere zu quälen.

Für die anderen ist John Pike ein Opfer eines Systems, in dem Polizeibeamte immer mehr immer schwierigere Herausforderungen zu meistern haben und sich dabei mehr und mehr allein fühlen müssen. Sie riskieren ihr Leben für unser aller Sicherheit und müssen zum Dank dafür täglich mit Undank und sogar juristischen Klagen rechnen.

Wieder andere sehen in Pike endlich einmal den längst fälligen Ordnungshüter, der den undisziplinierten Hippies klarmacht, dass sie nicht ungestraft Tag für Tag die arbeitende Bevölkerung bei ihrem Tun behindern dürfen.

Pike ist ein Symbol – für jeden ein anderes.
Was auch immer er tut, er bestätigt die vorhandenen Meinungen.

Übrig bleibt nur die Eigenverantwortung.
Er muss mit seiner Entscheidung leben können, und die betroffenen Studenten müssen ihre Reaktion abwägen.

Lernen können wir aus der #pepperspraycop-Episode leider nichts.
Und allein ist Pike mit seiner Vorliebe fürs Sprayen auch nicht:

Übrigens: Pfefferspray hat Leben gerettet. Aber inzwischen wird er zu oft eingesetzt. Sagt der Erfinder. Details im Gespräch.

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