meshed#3

25/06/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Social Media Konferenz meshed#3 der Linzer Digital Media Agentur Netural Communication fand am 22. Juni 2011 in der voestalpine Stahlwelt in Linz statt.

Spektakuläre Architektur, eine großzügige Location mit starkem WLAN (es hielt durch!), erstklassiges Essen und vor allem – vorwiegend feine Vorträge großartiger Speaker und eine schöne Podiumsdiskussion über Brand Credibility zum Abschluss.

Aber Stück für Stück:

Christian Blümelhuber heizte die Stimmung mit einem ausgezeichneten Vortrag an. Er verglich schlechtes Marketing mit Xavier Naidoo, gutes mit Porno. Eine schnelle Nummer nach der anderen, Dreier sind das Coolste. Hinter dem plakativen und provokanten Diktum transportierte er subtil einige sehr konkrete und lehrreiche Ansätze.
Um nur einen herauszuheben:
Der Status eines Produktes funktioniert nicht dadurch, dass die Kunden ihn anerkennen – er funktioniert dadurch, dass die Welt ihn anerkennt. Food for Thought.
Mehr Food for Thought gibt es dank eines Mitschnitts von Angryteddy:

Christian Blümelhuber auf der meshed#3 from Daniel Friesenecker on Vimeo.

Dan Zarrella von HubSpot präsentierte sich als Mythenkiller: Hug your Followers? Forget it! Qualität vor Quantität? Schwachsinn! Klugheit und Kultur schöner als platter Starrummel? Falsch gedacht! Dazu hatte er noch das nötige Zahlenmaterial und die nötigen Grafiken dabei, um diese Thesen zu untermauern.
Kurz gefasst:
Bigger, stronger, faster, more. Size matters. Und vor allem: Sei nicht subtil, sondern direkt. „Please RT!“ „Click here!“ „Pay now!“. Ach ja – und Sex sells.

Angryteddy:

Dan Zarrella auf der meshed#3 from Daniel Friesenecker on Vimeo.

Die zauberhafte Suma Mandagiri alias BrandPilgrim brachte einen ganz entscheidenden Punkt in Erinnerung: Keiner von uns ist auf ein großes Budget angewiesen, um visuell interessante Informationen zu transportieren. Alles, was es letztlich dazu braucht, sind ein Bleistift und ein Blatt Papier.
Visuelle Darstellungen bleiben besser im Gedächtnis und unterstützen das Verständnis – auch über Länder- und Sprachgrenzen hinweg. Ihre eigene, handgezeichnete Präsentation mag als Anregung dienen.

Von der ersten Diskussion zum Thema PR 2.0 blieb nicht viel hängen, außer vielleicht der interessanten Auftritt von Diskussionsleiterin Doris Raßhofer und der vorwärtsgewandten „Attitude“ von Annellchen Anne Grabs.

Bruno Uzzans Augmented-Reality-Präsentation auf einem Mac mit Windows-Installation brachte den Glitch des Tages – das voestalpine-Netz stürzte kurzzeitig ab. Das Publikum hielt Uzzan für den Schuldigen. Ob es so war, kann ich nicht beurteilen.

Achim Beißwenger packte die Erkenntnisse der AMD 11 in einen kurzen Vortrag. Das funktionierte ganz gut für mich, weil seine kurzen Informationsbrocken die Erinnerung an ganze Vorträge wieder aktivierten. Daher gefiel mir sein Vortrag sehr gut und ich darf auch anmerken, dass er über gute Präsentationsfertigkeiten verfügt und es versteht, „den Saal zu lesen“ und durch Sprechtempo und Variationen bei der Stange zu halten. Wer nicht auf den AMD war, konnte wohl nicht ganz so viel mit den Infos anfangen, abgesehen vom statistischen Material. Entsprechend wurde im Publikum der Ruf nach Beispiel-Videos laut, für die aber – leider – einfach nicht genug Zeit war. Der Vortrag hat dadurch auch tatsächlich gelitten.
Die Lehre: Weniger kann durchaus mehr sein.

Gabriel Aldamiz-echevarria (angeblich mit Bindestrich und kleinem e richtig – weiß der Kuckuck, wie es zu dieser Schreibweise kommt) stellte irgendwas mit Mode vor. Wer mich kennt, weiß, dass ich dazu wirklich nicht mehr sagen kann. Er hat jedenfalls das Angebot „Chicisimo“ gemeinsam mit seiner Frau gegründet.

Im Geiste des starken Anfangs setzte die meshed#3 auch einen starken Schlusspunkt: Die Podiumsdiskussion zur Brand Credibility brachte kompetente und spannende Gäste auf die Bühne. Eine außergewöhnlich gute Diskussionsleiterin, Anna-Maria Wallner von der Tech Presse, holte das Publikum näher an die Bühne heran und sprach mit Renate Gruber von CupCakes Wien, der ebenso klugen wie hinreißend sympathischen Ulli Cecerle-Uitz von Ja! Natürlich und Medienwissenschaftler Ramón Reichert.
Man kann das hier nicht wiedergeben – man musste dabei sein. Es hat sich gelohnt.

Tjo – und das war sie, die meshed 2011

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