Bankerreden

19/05/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Club 2. Das Thema: Die Banker. Nachdem Erste-Chef Treichl die Politiker als feig und dumm bezeichnet und nach einem Erlöser gerufen hat, während sich die Aufsichtsrats-Gehälter in der Erste verdoppelt haben, sind die Banker wieder im Zentrum des Interesses.

— DAS VIDEO IST OFFLINE —
So wie Treichl sagt: Banker bringen mehr Geld nach Hause als jede andere Berufsgruppe. („Verdienen“ vermeiden wir an dieser Stelle lieber, wegen der Doppeldeutigkeit) Das ist nun einmal so. Wie Volksmusikstars, die mehr Geld bekommen als Opernstars. Auch das ist nun einmal so.

Das ist nun einmal so – diese Denkweise scheint relativ tief verwurzelt zu sein in der Branche. Die Geld-Seite am Club2-Tisch war sich einig, dass es ohne viele starke Banken nicht geht, und dass es vor allem ohne viele reiche Banker nicht geht. „So funktioniert unsere Wirtschaftsordnung nun einmal“ oder so ähnlich lautet das Argument, warum es immer weiter so bleiben muss wie bisher: Menschen tragen das Geld zu den Banken, die werden damit reich.

Lasset sie sprechen und hört ihnen zu

Aber am besten lassen wir die Banker für sich selbst sprechen und lernen einfach daraus.
Die Verlage zwingen ja leider den ORF, seine Sendungen nach sieben Tagen wieder offline zu nehmen. Über die Rechtslage bin ich mir im Unklaren, aber nun wollen wir erst einmal für die nächsten 6 Tage parallel zum ORF das Video an dieser Stelle präsentieren.

Club 2 in der ORF TVthek

Das Gespräch ist lang und hat nicht umsonst im Laufe der Ausstrahlung massiv an Einschaltquote verloren. Trotzdem zahl es sich aus, bis zum Ende dranzubleiben. Viele interessante Eindrücke helfen, ein gutes Bild von den Teilnehmern zu erlangen – auch wenn dieses Bild für jeden Seher ein Stück weit anders aussieht.

Zug zum hemmungslosen Druck der Macht

A propos anders aussieht: Klaus Liebscher sieht auch etwas anders aus als ein freundlicher Patenonkel, wenn er eine WU-Assistentin sehr intensiv daran erinnert, dass er an der Uni ein großer Macker ist. Vor laufenden Kameras, nichts weniger.

Wir ahnen, wie es in unserem Land aussehen würde, wenn Banker regieren würden und nicht die „feigen und dummen“ Politiker.

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