MQ

05/04/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Nur ganz kurz angemerkt.

Den Anlassfall brauche ich ja gar nicht wiederzugeben, den kennt inzwischen jeder. Andererseits: Bald haben ihn alle wieder vergessen. Und linken kann ich nicht wirklich, weil die vernünftigen Zusammenfassungen immer seltener werden.

Also ultrakurz:
Ein MQ-Fan hat unter dem Titel MQ eine Fanpage auf Facebook angelegt. Das MQ wollte sie schließlich selbst führen. Man hat verhandelt. Es kam vielleicht, vielleicht auch nicht zu einer Einigung, dann griff aber bereits die vorab über den offiziellen Facebook-Kanal angeleierte „Übertragung“ – die Fanpage wurde gesperrt, gelöscht und der Fanbestand auf die offizielle Seite übertragen. Resultat: Gegenseitiges Niedermachen, Zorn und Hass – und daraufhin auch gegenseitiges Niedermachen, Zorn und Hass zwischen Leuten, die oft gar nichts, manchmal wenig und hin und wieder auch viel mit dem Thema zu tun hatten.

Kurz meine Meinung: Drauf geschissen, wer hier im Recht ist.
Wir alle wissen, dass die Facebook-Regeln vorschreiben, nur unter dem eigenen Namen oder als offizieller Repräsentant tätig zu sein. Wer dies nicht ist, riskiert die Löschung. Eine Fanpage aufzumachen schadet aber nicht und der Herr hat auch nicht daran verdient, der Ruf nach einer Anzeige und einem Gerichtsverfahren wegen Copyrightverletzung ist also nicht nur fehl am Platz, sondern noch mehr als das.
Was genau, das teile ich aber wie bereits in Postings angekündigt den entsprechenden Leuten nur unter vier Augen ohne Tonbandgerät mit.
Umgekehrt ist auch niemandem damit gedient, zornige OTS-Aussendungen aus Berlin zu verschicken.

Das MQ war vorher das MQ und es ist auch jetzt noch dasselbe MQ. Die Fans wurden gemäß Richtlinien übernommen – es war wohl eine Aktion auf der Basis von Macht, da man es konnte, und nicht freundlich.

Die Folge ist aber, dass die Menschen einander hassen. Völlig fremde, die mit der Causa nichts zu tun haben. Die einen stellen sich auf die Seite des MQ, die anderen auf die Seite des Fanpagebetreibers, und schon wirft man sich gegenseitig Inkompetenz, Dummheit oder Schlimmeres vor, rät einander, sich aus dem Web zu schleichen und gibt einander abwertende Schimpfnamen mit auf den Weg.

Großartig. Und wer zieht daraus nun einen Vorteil?
Wem helfen Intoleranz, Hass und Selbstgerechtigkeit hier?
Niemand – und niemandem.
Am Ende stehen alle da mit einem schlechten Gefühl und einer diffusen Wut im Bauch, aber geholfen ist keinem.

Mein Rat, der hiermit ungehört verhallt: Stop it.

Okay.
Ich gebe zu, so kurz war das jetzt doch wieder nicht.

————————

Anmerkung:
Am 6. April wendete sich das Blatt und plötzlich waren alle glücklich und zufrieden. MQ und Privatbetreiber fielen einander schluchzend in die Arme. Alles war wieder gut – und das auch noch pünktlich zum zweiten Tag der DMX 2011, der Digital Marketing Expo, im Museumsquartier. Damit konnten sich auch die beiden wütenden Mobs abregen und verschämt zu Boden schauen wie ertappte Raufbolde.

Tagged:, , , , , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Was ist das?

Du liest momentan MQ auf misoskop.

Meta

%d Bloggern gefällt das: