Motivation

26/04/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Money makes the world go round.
Zuckerbrot und Peitsche.
Lob, Lieb und Ehre.
Sticks & Stones will break your bones.
Intrinsische Motivatoren.

Andere, aber auch sich selbst zu Höchstleistungen anzuspornen, ist eine Wissenschaft, und es gibt eine ganze Anzahl von Theorien dazu. Die letzt angesprochene ist derzeit stark im Kommen.

Autonomy, Mastery, Purpose.

Das ist das große Dreigestirn der intrinsischen Motivation. Man sagt heute, dass eine Führungskraft niemals jemanden wirklich motivieren kann – sie kann nur eine Richtung geben und, wenn sie gut und geschickt ist, nicht demotivieren.

Autonomy, Mastery, Purpose.

Autonomie ist Freiheit, Selbstbestimmtheit, Eigenverantwortung, das Gefühl, dass es einen Unterschied macht, ob man diesen Hebel nun betätigt oder nicht, oder ob man das Paket jetzt holt oder später. Man kann diese Entscheidungen selbst treffen und sie wirken sich aus.
Sich selbst zu verbessern und den Rest der Menschheit, das ist laut Jean-Luc Picard in der „Next Generation“-Serie von Raumschiff Enterprise der treibende Faktor des Wirtschaftslebens im 24. Jahrhundert. Mit einer Schwierigkeit zu ringen und sie zu meistern, ein kniffliges Problem zu lösen und daran zu wachsen. Ein Erfolgserlebnis, das Flügel verleiht.
Ein Sinn. Zu beobachten, wie die Maschine vor dem Fenster Tag füf Tag 500.000 Coladeckel stanzt, wird keines Arbeiters Leben mit Sinn erfüllen. Bodenschwellen in der Straße vor einer Volksschule aufzuschütten und bewegungsunfähigen Menschen das Essen zu bringen ist anstrengender, aber es erschließt sich, warum man das tut und was es bringt.

Autonomy, Mastery, Purpose.

Es klingt vernünftig. Die Selbstbeobachtung zeigt allerdings, dass diese drei Motivatoren nicht immer ziehen. Wenn wir jung sind und kräftig und gesund, dann ist uns der Sinn egal, solange die Kohle stimmt, wir sind überzeugt, ohnehin jedes Problem, das sich zu lösen lohnt auch lösen zu können und alles erscheint uns wie Autonomie, solange wir nicht sechs Stunden hinter kleinen, fleckigen Tischen sitzen müssen, während draußen an der Tafel jemand redet.
Die intrinsischen Motivationsfaktoren werden im Lauf der Zeit immer wichtiger, bei der einen früher, bei dem anderen später. Bei dem einen drängender, bei der anderen gemäßigter. Manchen zwingt der Drang nach Autonomie trotz aller Risiken zur Eröffnung eines eigenen Betriebes, andere finden ihren Sinn darin, durch ihren Beitrag ein größeres Ganzes verlässlich am Leben und Laufen zu halten.

Autonomy, Mastery, Purpose.

Wir können davon ausgehen, dass sie für uns alle irgendwann entscheidende Einflussfaktoren sind. Behalten wir sie also im Auge.
Die Theorie wird nicht immer so viel Beachtung und Zustimmung finden wie jetzt in der Bugwelle der Wirtschaftskrise, doch sie hilft uns auch später, wenn kein Hahn mehr danach kräht, aber der Frust über unsere Tätigkeit uns packt, unsere eigenen Gefühle und Wünsche zu verstehen.

Autonomy.
Mastery.
Purpose.

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