Zauberstimmung

17/04/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Türkenschanzpark ist von dort, wo ich wohne, nicht gerade um die Ecke. Dennoch habe ich den Sonnentag Samstag, den Flugfreitag dank Aschewolke, für einen Ausflug in dieses ferne Freizeitparadies genutzt. Die richtige Entscheidung.

Islands Schlote qualmen, und obwohl man im fernen Zentraleuropa davon nichts sehen kann, blieben an diesem Aprilwochenende die Flugzeuge – alle Flugzeuge – am Boden. Zur Sicherheit.
Dass das bei strahlend blauem Himmel mit leichtem Südwestwind passieren muss, lässt Fliegern natürlich das so genannte Geimpfte aufgehen, aktiven wie den an Beförderung interessierten. So viel schöner Verdienst, ebenso in Luft aufgelöst wie Eyjafjallajökulls Asche, und so lange Wartezeiten, dass dutzendweise Karrieren dabei ruiniert werden können.

Die Konsequenzen für uns Nichtflieger: Strahlender Sonnenschein ohne Cumulus und Schäfchen und sogar ohne Kondensstreifenpaare in 6.000 Metern Höhe.

Der Türkenschanzpark ist kein Geheimtipp, schon ich wurde als kleiner Hupfer dorthin zum Auslaufen gebracht, und ich war nicht im Ansatz der Einzige. Also verschone ich den geneigten Leser mit ausführlichen Beschreibungen der Lokalität. Es mag in aller Kürze genügen, dass der Park sich um eine Uni-Exklave herumwindet und alles andere als eben ist: Verschlungene Wege umrunden dichtes Gebüsch mal hoch hinauf, dann wieder steil bergab, und wer inmitten des Parks steht, kann die Ränder nur teils erahnen, nicht sehen. Die Grünfläche liegt in Währing und bietet Enten mit einem „Lehrteich“ und einem Fontänenteich á la Genève en miniature ein angenehmes Zuhause, eine nicht geringe Anzahl von Spielplätzen sorgt für die Zerstreuung der Kleinen und Kleinsten.

Zum aktuellen Ausflug möchte ich anmerken, dass es anfangs ruhig und friedlich war, später am Nachmittag voller Menschen, und dabei in beiden Fällen angenehm und entspannend. Die Ruhe erlaubte der geschundenen Seele, auszupendeln, die später herbeiströmenden Menschenmassen brachten freundliche Gesichter mit der Fähigkeit zur Rücksichtnahme auf den Rasennachbarn. Der öffentliche Stadtgarten mit der historischen Nebenfunktion lockt das Angenehme im Wiener hervor.

Ich beschließe den Tag mit dem Wunsch, der Türkenschanzpark möge ein klein wenig näher an meinen Lebensmittelpunkt heranrücken.
Wien, wenn es sich so präsentiert, ist schön.
Wien, wenn es sich so präsentiert, ist zum verlieben.

Tagged:, , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Was ist das?

Du liest momentan Zauberstimmung auf misoskop.

Meta

%d Bloggern gefällt das: