Afghanen

06/12/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

„Wir werden die Afghanen nicht allein lassen“ zitierte der gestrige Standard Anders Fogh Rasmussen, den Generalsekretär der NATO. 25 Länder schicken gemeinsam 7.000 Soldaten an den Hindukusch. Afghanistan aber gibt auf andere, ganz andere Weise Hoffnung.

Afghanistan bleibt offensichtlich Afghanistan. Daran können weder Engländer noch Russen, weder Amerikaner noch Deutsche viel ändern. Und der Name „Hindukusch“ kommt auch nicht von ungefähr.

Über Afghanistan zu regieren war immer schon hauptsächlich eine Kopf-Sache – man saß in Kabul und stellte sich vor, das Land liege einem zu Füßen.

Aber Afghanen sind Menschen im sehr archaischen Sinn. Entweder sie machen bei einer Sache, einer Religion, einer Mission, mit oder nicht. Entweder sie akzeptieren den Herrn in der Hauptstadt oder nicht. Entweder sie bringen sich gegenseitig um oder nicht – das und auch die Gründe dafür entscheiden sie seit Jahrtausenden, vielleicht noch länger, weitgehend selbst.

7.000 Uniformträger mehr oder weniger können nur mehr oder weniger Müll machen, mehr oder weniger Individuen erschießen oder in die Luft sprengen, sie können selber dabei draufgehen oder überleben, etwas lernen oder nicht.

Am Ende, so viel ist sicher, ist Afghanistan immer noch Afghanistan. Und die Afghanen sind immer noch Afghanen.

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