Ideologeldie

25/04/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Diskussion um „die Krise“ ist unter anderem von Mythen und Ideologien geprägt. Die Proponenten der Ideologeldie sind daheim in ÖVP, IV, WK, (dort überall aus gutem Grund) sowie in Format und Presse, die Rufer nach Bestrafung der bösen Geldsäcke wildern allerorten.

Stimmen der Vernunft sind selten. Eine solche Stimme kam vorige Woche dennoch zu Wort: in der Presse am Sonntag. Siemens-Chefin Brigtitte Ederer skizzierte durchaus schlüssig eine persönliche Philosophie, die nicht geeignet ist, zu einer Lösung der wirtschaftlichen Misere beizutragen, diesen Anspruch aber auch gar nicht erhebt. Doch zu den Details jenes Interviews später, zuerst betrachten wir die Ideologien, je nach Sorgfalt ihrer Eigenbegründung die eine genauer, die andere oberflächlicher.

Ideologie 1: „Geld ist gut, Reiche sind edel“

Im Club 2 am Mittwoch dieser Woche klagten Michael Prüller und eine nervige Unternehmerin, deren Name mir jeweils nach einer Hand voll Sekunden wieder entfallen ist, nämlich Margarete Kriz-Zwittkovits, das Leid der armen, unterjochten Reichen, besser, der „so genannten Reichen“ – ihre Darstellung einer Welt der braven, strebsamen Unternehmer und der faulen Neidhammel rundherum wurde schonungslos von der anwesenden WU-Stimme (Gabriele Michalitsch) entlarvt.

Christian Ortner, Franz Schellhorn und Konsorten sind die Anhänger der „Leistungsträger“-Ideologie, wobei sie stur an der Fehleinschätzung festhalten, dass „Leistung“ automatisch durch entsprechende Löhne honoriert wird.

In blindem Glauben an den freien Markt, auch Arbeitsmarkt, sind sie nicht von ihrer einbetonierten Überzeugung abzubringen, dass jeder Mensch das Gehalt überwiesen bekommt, das er verdient. Wer 100 Millionen Euro im Jahr netto einstreift, der erschafft in ihrem Tunnelblick durch seine verantwortungsvolle Tätigkeit eben auch entsprechend mehr für Volk, Staat und Menschheit als eine Marketing-Mitarbeiterin, die drei Positionen in einer Firma allein ausfüllt und dafür mit netto 1.500 Euro im Monat heimgeht. Wäre sie wirklich so gut und fleißig, glauben sie, dann würde ihr automatisch in einer anderen Firma ein gepolsterter Chefsessel und ein fettes Gehalt winken, oder gar eine internationale Traumkarriere.

Im aktuellen Format klagt man nun sogar, die Reichen seien im post-antisemitischen Zeitalter die „neuen Juden“: Wer es nicht wage, seinen antisemitischen Ressentiments an der üblichen Adresse freien Lauf zu lassen verfolge nun mit gleicher und gleich idiotischer Inbrunst die Bezieher hoher Einkommen. Eine peinliche, weinerliche und vor allem grausig an die Eliten anbiedernde Weltsicht eines Menschen, der ja doch auch nur ein kleiner Lohnschreiber ist, so sehr er sich auch mittels feinen Tuchs und guter Krawatten der Crème zugehörig fühlen mag!

Wie passen in dieses Weltbild die Jean Sarkozys (als 21-jähriger Jus-Student plötzlich UMP-Chef in der Heimatstadt Neuilly-sur-Seine) und Chelsea Clintons (die von McKinsey aus dem Stand ohne jede Berufserfahrung eine Stelle als „Consultant“ in London angeboten bekam – mit 100.000 Pfund Jahresgage – diese ablehnte und im New Yorker Büro für 120.000 Dollar angestellt wurde) dieser Welt?
Entweder muss man sich einreden, diese Personen hätten aufgrund der Chancen, die sie durch ihre berühmten Eltern erlangt haben, besser Schulen besucht und durch die höheren Ansprüche an sie auch bessere Leistungen erbracht und sind daher kraft ihrer Intelligenz und ihres Fleißes selbst zu Reichtum und Ehre aufgestiegen, oder man blendet sie einfach aus.

Ideologie 2: „Reiche sind böse“

Umgekehrt: Die Reichen müssen für „ihre“ Krise zahlen; nehmt den Reichen, gebt den Armen… Pauschalforderungen, die jeden Sinns entbehren, vor allem wo sie ohne Konzept vorgetragen werden: denn in welcher Form man nimmt und wie man gibt ist entscheidender als die Menge.

Maß und Ziel

Wohltuend daher Ederers Einschätzung:
Zentraler Satz: „Die Leute akzeptieren schon, dass Manager gut verdienen, wenn sie dafür auch etwas leisten.“

Denn genau darum geht es. Dass die Menschen nicht wütend sind auf Leute, die nur mal nebenbei 100 Millionen Euro Kaution auf den Tisch legen, weil sie neidig wären (in solchen Größenordnungen ist Neid gar nicht mehr fühlbar, die Dimension entzieht sich der emotionalen Fassbarkeit) sondern weil dieses Geld in der Hand des Mannes ist, der den kleinen, ahnungslosen Kleinverdienern mit eitlen Versprechungen und unterstützt von der herrschenden Gedankenströmung, jeder müsse selbst auf seine Zukunft und sein Vermögenswachstum schauen, jeder müsse auf seine dritte Säule achten, und mit dem lächelnden Gesicht des Schwiegersohnes der Nation auf dem Folder ihre Ersparnisse abgeleiert und dann verjuxt hat. Und dass nun die „großen“ Gläubiger, die von Anwalt Böhmdorfer vertreten wurden oder mit Prinzhorns Stimme selbst genug Gewicht in die Waagschale werfen konnten, 80% ihrer Einlagesumme zurückbekommen haben, während die Omas und Kleinanleger auf den offiziellen Ausgleich warten und sich mit, wer kann’s wissen, 20%?, bescheiden werden müssen. Kurz, es geht um Ungerechtigkeit.

Wiederholen wir also ruhig Ederers Satz noch einmal: „Die Leute akzeptieren schon, dass Manager gut verdienen, wenn sie dafür auch etwas leisten.“

Ein Stück weiter noch einmal näher erklärt:

Presse: „Wie weit spielt denn bei der ganzen Debatte der Neidfaktor mit?“
Ederer: „Der spielt natürlich eine Rolle. Ich glaube aber nicht, dass es um Neid im engeren Sinn geht. Es geht um eine Wut, die man nicht kanalisieren kann. Wenn bei einem Teil der Bevölkerung die Aufstiegsträume platzen, sie um ihren Arbeitsplatz zittern müssen, ihr Geld verlieren, und bei anderen ist das nicht so, dann führt das zu einem Amalgam aus Enttäuschung, Neid und Zukunftsangst. Bei Neid geht es noch darum, dass man sich vergleichen kann. Aber hier geht es ja teils um Summen, die die Vorstellungskraft überschreiten.“

Ein Kerngedanke der Ideologeldie kommt ebenfalls zur Sprache:

Presse: „Funktioniert das System nicht gerade deswegen, weil jemand, der eine Wohnung hat, ein Haus möchte und jemand, der einen VW fährt, einen Mercedes fahren will?“
Ederer: „Wenn das stimmt, was Sie sagen, wäre das doch traurig. Ich habe manchmal den Eindruck, Eigentum belastet, weil es auch Verantwortung bedeutet. Wenn Ihre Theorie stimmt, dann haben die Menschen offensichtlich wirklich keine anderen Inhalte in ihrem Leben.“

Wenn diese Theorie stimmen würde, dann gäbe es nicht nur zu wenige Kinder um die Bevölkerungszahl zu halten – dann gäbe es gar keine Kinder! Denn Kinder kosten Geld, sogar viel Geld, und bedeuten daher einen entscheidenden Hemmschuh auf dem Weg zum Mercedes SL. Die so genannten DINKs haben das erkannt, und viele normale Menschen sparen ebenfalls und bescheiden sich mit einem Kind – aber allein dieses eine Kind, das viele bekommen, ist ein Beweis für den Trugschluss der ausschließlich auf Geld und Gewinn Fokussierten. (Interessant in diesem Zusammenhang wieder der Herr Prüller, der einerseits Geld predigt, andererseits aber doch im persönlichen Bereich so unökonomisch agiert und gleich acht (!!) Kinder in die Welt gesetzt hat – das nennt man dann Wein predigen und Wasser trinken)

Also: Nein, unser System funktioniert nicht so.
Aber so ähnlich. Die Wirkung ist ähnlich, doch ist nicht Wunsch die Haupttriebkraft der Allgemeinheit, sondern Zwang.

Ich behaupte mal, dass die meisten Menschen in Jobs arbeiten, die ihnen unangenehm sind und kein unmittelbar mit der Arbeit zusammenhängendes Erfolgserlebnis vermitteln. Kurz und klar, die meisten Menschen mögen ihre Arbeit nicht.
Doch sie arbeiten in diesen Jobs nicht, weil sie statt ihrer Wohnung ein Haus, statt ihres VWs einen SL oder statt ihrer Swatch eine Rolex haben wollen, sondern weil sie ihre Wohnung, ihren VW und ihre Swatch behalten wollen. Die Menschen befinden sich – und das können Reiche sich einfach nicht vorstellen – permanent in der Defensive.
Der Weg zu sagen, ich mag nicht mehr, ich mach was anderes, der steht der typischen Einzelhandelskassenkraft nicht offen.

Und so kommen wir zu jenem Rousseau-Zitat, das in der Kordikonomy der heutigen Samstagspresse erwähnt wird und Auslöser dieses Sermons, durch den Sie, geschätzter Leser, sich nun schon über so viele Absätze quälen, geworden ist:
„Das Geld, das wir haben, ist das Mittel zur Freiheit, dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.“

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Schulbank

25/04/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

60.000 Schüler haben gestern in ganz Österreich gegen … tja, gegen was eigentlich? … protestiert. Selten gab es ein besseres Argument für mehr Schulressourcen und mehr Lehrer, am besten gleich für die Ganztagsschule.

Die von vielen Journalisten gestellte Frage „gegen was demonstriert ihr hier?“ war ja vielleicht ein klein wenig hinterlistig. Schließlich konnte man davon ausgehen, dass der Großteil der Demonstranten darauf keine schlüssige Antwort zu geben wusste – das ist bei Erwachsenen nicht viel anders. Trotzdem waren die Antworten – und das, was man im Vorbeigehen so aufschnappen konnte – nicht unspannend:

  • „Gegen diese Hure…“
  • „weil die uns die Ferien wegnehmen wollen!“
  • „wir wollen uns nicht mehr verarschen lassen“
  • „weil die Lehrer uns verarscht haben“
  • „mir is des wurscht“
  • „Yeeeeeeeeeaaaaaaaaahhhh!!“
  • „Fuck the System“
  • „die sehen nicht ein, dass wir auch unsere Erholung brauchen!“
  • „die sollen sich weiterbilden, und jetzt nehmen sie uns unsere Freizeit weg“ (das liegt noch am nächsten dran an einer vernünftigen Antwort)
  • „noch nie hab ich so eine inkompetente Fachministerin gesehen“
  • „wir wollen unsere schulautonomen Tage zurück“

Was hat sich da zusammengeballt am Ring?

Erstens: Ein harter Kern von Jungpolitikern, der bestens organisierte Nachwuchs der Parteien, der sich durch die Mobilisierung der Masse erste Sporen verdiente: Die Milchbärte mit den Megafonen. Man darf getrost davon ausgehen, dass ihnen am Schulsystem deutlich weniger liegt als daran, sich jetzt einen Namen zu machen, sich ein Standing zu verschaffen, um dann in den Studentenparteien und den Jugendorganisationen á la SJ und JVP in die Chefsessel geschwemmt zu werden.

Zweitens, und am besten sichtbar: Der Beweis der organisatorischen Kompetenz der Gruppe eins. Nämlich die Werkzeuge der Macht: Eine Horde von plan- und gedankenlosen Flaschen, Mitläufer, die das, was sie nebenbei aufschnappen oder falsch verstanden haben wie eine echte eigene Meinung herumbrüllen und als Masse mitschwimmen. Solche Menschen sind unverzichtbar zum Führen von Kriegen und zum Gelingen von Revolutionen – irgendjemand muss ja die Bastille stürmen, und das können nicht die Dantons und Robespierres selber machen.
Dumm für diese freizeithungrigen Demonstranten, dass sie selbst auch das beste Argument dafür sind, dass die Jugend dringend mehr und bessere Bildung braucht und eben keine autonomen Tage, dass es vielleicht sogar ganz gescheit wäre, ihnen wirklich die Ferien zu kürzen.
Zudem ein eindrückliches Signal dafür, welch gigantische Arbeit die Lehrer leisten müssen, um so einen Zoo unter Kontrolle zu halten! Dieser Protestzug beweist, dass mehr Lehrer mit mehr Ressourcen und mehr gesellschaftlicher Unterstützung unverzichtbar sind.
Es existiert ein massives Bildungsloch zwischen Strebern und Selberlernern auf der einen und Problemkindern auf der anderen Seite: die unauffälligen no-names, an denen Wissen und Erfahrungen offensichtlich abperlen, ohne tiefere Spuren zu hinterlassen.

Ach ja, drittens und viertens: In der Umgebung, abseits der eigentlichen Demonstration in Cafés und beim Maci finden sich noch weitere, mangels eines besseren Wortes, „Gruppen“ inhomogener Schülerfraktionen. Nämlich einmal die unvermeidlichen Tachinierer, die den aufgeregten Tag zum unauffälligen Schwänzen, Shoppen und für allerlei Freizeitaktivitäten nutzen — und zuletzt noch die kritische geistige Elite. Da gibt es zum Beispiel Mädchengruppen in beängstigenden Outfits mit kurzen Hosen, Männerhüten und Palästinensertüchern, die aussehen wie direkt der neuen US-Serie „Gossip Girl“ entsprungen. Ihre Optik ist abschreckend, ihre Diskussionen sind fundiert. Hier tauschen sich junge Menschen aus, die tatsächlich wissen, warum die Nullen draußen geistlos hinter ihren Anführern herschwanken. Sie argumentieren und haben eigene Meinungen. Sie haben Probleme mit der Autorität, aber sie kennen die inhaltlichen Positionen des Finanzamts, der Lehrerschaft und des Unterrichtsministeriums. Sie sehen die Rechtschreibfehler auf den Transparenten ihrer Kollegen draußen. Und überlegen, welche Kompromisse am Ende wohl herausschauen werden bei der Aktion.
Wer weiß, vielleicht sind da die guten Lehrer von morgen dabei.

Twi666er

19/04/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Twitter macht böse, glauben Forscher.

twitterboese

Überkommunikation: „Soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook, die auf einem ständigen Kommunikationsfluss basieren, können die moralischen Einstellungen ihrer Nutzer abstumpfen. Das behaupten Forscher der Universität von Süd-Kalifornien … Überforderung für das menschliche Gehirn … Besonders junge Menschen seien aufgrund eines überdurchschnittlich hohen Ausmaßes an Kommunikation gefährdet … auf Dauer Schaden … Vielzahl an sozialen Kontakten würden zu einer „Überkommunikation“ führen … „gegenüber menschlichem Leid gleichgültig“ werden könnten. Durch die Dauerkommunikation fänden sie kaum Zeit, Emotionen zu zeigen und die Gefühle anderer Menschen zu reflektieren.“ (pressetext deutschland)

Es ist einfach schrecklich: Wie man’s macht ist’s verkehrt. Igeln sich die jungen Leute zuhause ein und spielen Half Life und Far Cry im Single Player Modus, verlernen sie den sozialen Umgang und werden zu Psychopathen und Amokläufern.
Tauschen sie sich mit zu vielen Menschen aus – womöglich auch noch mit solchen aus anderen Kulturkreisen – macht die „Überkommunikation“ sie „gleichgültig gegenüber menschlichem Leid“.

Wie es aussieht, gibt es keine Rettung für die Jugend. Das wusste man ja schon im antiken Griechenland, als das Erlernen des Lesens und Schreibens als moralischer Verfall entlarvt wurde – durch das fehlende auswendig Lernen würden die Jungen verdummen, vermutete man.

Gleiches geschah, als erste Romane geschrieben wurde – wie sollten denn die armen Jungen nun zwischen Fiktion und Realität unterscheiden, wenn es neben der guten Bibel und den Anordnungen des Fürsten auf einmal auch Phantasiegeschichten gab!

Und das Fernsehen erst! Bilderflut, Überreizung der Sehnerven, das Ende der Kommunikation.

Nun also die Überkommunikation.

Böse Webjournalisten

Wortmeldung in einer Debatte über das Verhältnis Print vs. Web. Da spricht ein wichtiger Mann vom gedruckten Wall Street Journal über den Datenfeind: „,They are basically editorial echo chambers rather than centres of creation, and the cynicism they have about so-called traditional media is only matched by their opportunism in exploiting the quality of traditional media.'“ (handelsblatt6)
Meine Lieben, da findet ein Kampf statt, aber es ist kein Kampf zwischen Print und Web! So wie sich einst gern ganze Völker aufstacheln ließen, bis Besitzlose beider Seiten einander die Schädel einschlugen, so lassen sich jetzt die Print-Journalisten und die Online-Journalisten aufhussen, die einen werfen den anderen vor, sie seien schlecht und primitiv, jene trumpfen auf, sie und die ominösen „Bürgerjournalisten“ seien die Zukunft, die anderen Dinosaurier. Opfer sind sie alle – und die Medienkonsumenten. Denn noch immer ist das Internet, abgesehen von einigen Mainstream-Inseln, weitgehend eine L33T-Geschichte.

(Onlinewerbung wächst, doch dieses oft wiederholte Mantra täuscht darüber hinweg, dass Printwerbung immer noch herrscht: „Zeitungshäuser, die angesichts finanzieller Schwierigkeiten mit der vollständigen Verlagerung ihres Printprodukts in das Internet spekulieren, sollten sich diesen Schritt noch einmal ganz genau überlegen. Wie ein aktuell präsentierter Bericht … zeigt, … bei weitem nicht so viel versprechend … Demnach hat die finnische Finanz-Tageszeitung Taloussanomat http://www.taloussanomat.fi, die seit 28. Dezember 2007 aus Kostenreduktionsgründen nur mehr ausschließlich online erscheint, durch die Umstellung mindestens 75 Prozent ihrer Umsätze eingebüßt. (pressetext österreich)
Bekannt ist, dass für Werbeplätze Online ganz einfach weniger Zahlungsbereitschaft herrscht als für Werbeplätze im Druck. Die Gründe sind wohl in erster Linie emotionaler Natur – Werber trauen einer Einschaltung nicht, wenn man sie nicht angreifen, ausschneiden, einkleben kann…)

Facebook ist genauso böse

Twitter und Blogs sind aber nicht allein Wurzel des Übels. Facebook lässt nun nämlich auch noch die User über die Nutzungsbedingungen abstimmen. Wo gibt’s denn sowas?

„Ich halte diesen Schritt für absolut verwerflich. Damit geht Facebook ins Absurde“, meint Hans Zeger, Obmann der Arge Daten http://www.argedaten.at, im Gespräch mit pressetext. „Über seine Grundrechte kann man nicht abstimmen“, stellt Zeger klar. (pressetext österreich)

Warum eigentlich nicht? Etwa weil man das noch nie machen durfte? Weil es immer schon so war? Think again. The times, they are a-changing. (bob dylan)

Osterhaserei

13/04/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Osterfeiertage sollen für die Hasenfraktion Spaß machen und gut schmecken. Für die Religiositätsfraktion sollen sie besinnlich sein. Beides klappt nicht so recht.

Nachdem die Arbeit in den vergangenen Wochen nicht viel Gelegenheit geboten hat für innere Einkehr und tiefere Gedanken hätte ich an diesem Osterfest zur religiösen Richtung geneigt.
Still sitzen, nachdenken, innere Einkehr halten. Vielleicht etwas gute
Musik dazu hören. Den zweiten Walzer von Schostakowitsch zum Beispiel.

Aber so einfach ist das nicht. Die Macht ist stark in der Hasenfraktion. Und die Familie will, dass sich jemand mit dem immer zahlreicher werdenden Nachwuchs auseinander setzt.

Ein nobles Ziel natürlich, und durchaus lohnend. Keine Sekunde davon zu bereuen. Morgen jedoch ruft wieder die Arbeit. Und da ist keine Zeit dazwischen für Ruhe, Einkehr und Schostakowitsch.

Wo bin ich?

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