03:00

17/01/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Mitten im Winter bei Minusgraden in die Donau zu fallen ist Pech. Das um 03:00 Uhr in der Nacht zu tun ist normalerweise das Ende. Doch manche Schutzengel sind nachtaktiv.

Ein Welser überquerte in der Nacht von Freitag auf heute die Eisenbahnerbrücke in Linz und bemerkte zufällig eine Frau, die im Wasser trieb und sich verzweifelt an einer Eisscholle festgeklammert hatte.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit?

Und wie hoch ist die Chance, dass der Mensch, der einen um diese Zeit im Dunklen im Wasser liegen sieht, nicht so betrunken ist, dass er das Wahrgenommene nicht versteht oder zu langsam denkt, um eine Hilfe zu sein?

Dieses Mal war es ein solcher Zufall. Und es beweist: Auch wenn sich überall in der Welt Menschen gegenseitig die Köpfe einschlagen, einander oder sich selbst in die Luft sprengen, einander ausbeuten, versklaven und missbrauchen, auch wenn einem der Schnee vom Dach genau in den Kragen fällt, die eigene Supermarktschlange die langsamste ist und die U-Bahn einem die Türen vier Zentimeter vor der Nase zuschlägt, auch wenn man die Garantierechnung für den neuen, defekten MP3-Player gleich verloren hat und den Job nur verliert, weil man zuletzt eingestellt wurde – einmal, irgendwann, wenn’s wirklich drauf ankommt, kann man auch wirklich unwahrscheinliches Schwein haben. Und aus einer eigentlich ausweglosen Situation doch noch rechtzeitig gerettet werden.

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