Sexy

06/01/2008 § Hinterlasse einen Kommentar

Oft heißt es, man könne einen anderen Menschen nur richtig verstehen, wenn man in seiner Haut gesteckt hätte, oder wie der Englischsprachige sagt: „has walked in his shoes“. Ich bin jetzt einen Weg gegangen, der mir ein paar Hinweise zu den Leiden langbeiniger, gut gebauter Blondinen mit langem, blondem Haar vermittelt hat.

Die Strecke war keine große. Ich war nur insgesamt etwa 15 Minuten zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

Angestarrt

Doch in diesen 15 Minuten haben zahlreiche (hauptsächlich junge) Männer und Burschen auffällig unauffällig den Kopf nach mir verdreht, den Blick starr auf die Gegend um meine Hüften herum gerichtet. An der Bushaltestelle, im Bus selbst, auch auf der Straße, gleich, ob sie allein oder mit einer Begleiterin unterwegs waren, sie konnten nicht anders, ihr Blick wurde magnetisch von mir angezogen.

Wobei: nicht von mir als Person. Ich als Mensch war ihnen schnurz. Sie haben sich nur für meine Ausstattung interessiert, nicht für das Subjekt, nur für das Objekt!

Angequatscht

Besonders drastisch: Innerhalb dieser 15 Minuten fühlten sich ein Mann und ein Jugendlicher auch noch bemüßigt, mich – einmal vernünftig, einmal frech – anzuquatschen!
Wie kann so etwas sein?

Des Rätsels Lösung: Ich habe eine Spielkonsole transportiert.

VersuchungDie eingangs angesprochene langbeinige, gut gebaute Blondine mit langem, blondem Haar hat es nicht ganz so einfach wie ich: Ich gebe das Teil ab und bin wieder einer von vielen, ein ganz normaler Typ ohne besondere Merkmale. Da halte ich so einen Weg gut aus und finde die Erfahrung sogar spannend und lustig.

Sie dagegen ist bis ins mittlere Alter Ziel solcher Blicke und wird auch häufig (wenn auch wohl nicht so häufig) angequatscht, ob sie das nun gerade möchte oder nicht. Da wird auf einmal sehr viel klarer, näher, was ich bis jetzt zwar gewusst, aber eben nur theoretisch gewusst habe: nämlich warum so viele schöne Frauen derartig hochnäsige, herablassende Gesichter machen und so kalt und unnahbar schauen.

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