Kälte

21/12/2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Nicht selten klagen wir über die Kälte. Wir klopfen uns selbst auf die Arme, hüpfen hin und her und fluchen über den Wind. Aber manchmal – manchmal ist die Kälte auch so richtig belebend.

Eines ist natürlich wichtig: Ordentliche Kleidung. Frieren ist Mist, daran führt kein Weg vorbei. Aber ich fand mich kürzlich in der beneidenswerten Lage, allein und ungestört, eingemummt bis über die Ohren, die Stille genießen zu können, die sich einstellt, wenn es Nacht wird und leichter Schneefall die Autos von den Straßen fegt.

Nur ein klein wenig Bewegung genügte, um mich warm zu halten, die Funzel, die dort als traurige Entschuldigung für eine Straßenlaterne steht, färbte die Flocken mit ihrem schmutziggelben Schein und die Luft gewann durch die Kälte eine wunderbare Klarheit und Reinheit, sodass es zur Abwechslung einmal so richtig gut tat, sie durch die Nase einzusaugen.

Das einzige, was das Glück perfekt hätte machen können, wären zwa Brett’ln und a g’führiger Schnee (etwas mehr davon) gewesen – sowie, prosaisch gesagt, ein stärkerer Neigungswinkel des Untergrundes.

Doch Glück muss nicht immer perfekt sein. Glück allein reicht auch.

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