Datendiebe

20/10/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Big-Brother-Award „ehrt“ Firmen, die exzellent ausspionieren – ihre Mitarbeiter, ihre Kunden, die Konkurrenz. In der Zeit steht ein lesenswerter Artikel dazu.

Besonders nervtötend ist jene Folge der Datensammelei, die (fast) jedem von uns endlose Ströme von Spam-E-Mails beschert. Wobei sich hier die Datensammlung eindeutig rein auf das Raffen von E-Mail-Adressen beschränkt, denn von Zielgruppenwerbung ist nichts zu bemerken, wenn die Gesamtbevölkerung zwischen 6 und 110 Jahren, männlich wie weiblich, mit „VIa8r A“-Werbungen und ähnlichem Müll überhäuft wird.

Die E-Mail-Adresse auf einer Homepage anzugeben reicht meist schon, um sie für einen Robot auffindbar zu machen – dann wird das wertvolle Datenpaket weiterverkauft oder geklaut – jedenfalls verbreitet es sich, und bald darauf bekommt man die absurdesten Werbungen aus aller Welt – von Nigerianern, die einem mehrere Milliarden Euro schenken möchten über Viagra bis hin zu günstigen Krediten in Nebraska und irgendwelchen Carols oder Natalies, die sicher sein wollen, einen zuletzt in ihrer Kirche gesehen zu haben und nun eine heiße Nacht mit einem verbringen wollen.

Gefährlicher als das ist es, seine Kreditkartennummer anzugeben. Grund genug, gar keine Kreditkarte zu benutzen, zumindest nicht online. Damit kann man dann zwar manche Dinge nicht kaufen, aber dafür erlebt man auch keine unliebsamen Überraschungen bei den Kontobewegungen.

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