BenQ

01/10/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Alles, was uns ATTAC, die Grünen oder die KPÖ immer über die Wirtschaft und die Globalisierung erzählt haben, sehen wir jetzt live vor unseren Augen abrollen. Eine Riesen-Sauerei um die Siemens Mobilfunk-Tochter BenQ.

Ein Subunternehmen schlittert in die Insolvenz, Arbeitsplätze gehen verloren, wenn nicht sofort irgend jemand massiv Geld hineinbuttert. Dabei würde die Firma eigentlich funktionieren.

Der skandalöse Clou: BenQ besteht aus drei Teilfirmen. Eine gehört dem südkoreanischen Partner – und hat Geld. Die zweite beschäftigt Manager und Chefs – und hat Geld. Die dritte beschäftigt nur die kleinen Mitarbeiter. Die hat kein Geld und geht gerade den Bach herunter.

Man stelle sich das vor: Man arbeitet bei einer Firma, die Pleite geht und dringend Investoren braucht.
Und muss dabei Anweisungen befolgen von einem Vorgesetzten, der für eine andere Subfirma arbeitet und keine Sorgen hat, weil „seine“ Firma munter ist wie ein Fisch im Wasser.
Ein Chef, dem es egal ist, was aus der Subfirma wird, für die seine Untergebenen hackeln, denn wenn die Pleite geht, bleibt sein Job erhalten – es wird halt eine neue Subfirma mit neuen Unter-Hacklern gegründet, die er wieder herumkommandieren darf.

So macht der Kapitalismus Spaß.
Wie hübsch.

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