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30/08/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Natascha Kampusch wird gleich mit dem miesen Geld-Sumpf konfrontiert. Na Bravo.

Nochmal ein Beitrag zu Natascha Kampusch – sorry. Aber das aktuelle Hick-Hack um Fotos, Interviews und Informationen für Geld ist zu erschütternd, um es zu übergehen.

Anwälte wollen „einen sechsstelligen Euro-Betrag geltend machen.“ schreibt der Kurier, wenn jemand unerlaubt ein echtes Foto veröffentlichen würde. Krone und Fellners dementieren nebstbei, Unsummen für ein solches Foto geboten zu haben.

Money Makes the World Go Round

„Schöne Sümmchen“ glauben Anwälte einklagen zu können, wenn der „höchstpersönliche Lebensbereich“ Nataschas verletzt wird. Gab es da nicht ähnliches auch damals mit der „Mord-Oma“ Elfriede Blauensteiner? Die lud zum Foto-Termin, ließ sich ablichten, und klagte dann – erfolgreich!! – gegen die Veröffentlichungen, weil sie die einzelnen Bilder nicht dezidiert freigegeben hatte.

Man muss sich einmal vorstellen, wie dieses Verhalten bei jemandem ankommt, der bisher abgesondert von der Gesellschaft gelebt hat. Wie „wir“ uns in den ersten Tagen und Wochen gebärden, vermittelt einem „Neuankömmling“ ja einen großteil des Bildes, das er sich von „uns“ macht.

Schlechter Eindruck

Momentan sehen wir aus wie eine Band von Hysterikern, die erst kreischend hin und herlaufen, um danach übereinander herzufallen und uns gegenseitig möglichst schnell möglichst viel Geld wegzunehmen.

Zugegeben: Der Eindruck trifft den Kern unserer Gesellschaft ziemlich genau. Trotzdem schade: Wieder eine Gelegenheit verpasst, menschlicher zu sein.

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