Filesharing

17/08/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Standard gibt es einen Artikel über die schwedische P2P-Gruppe Pirate Bay: http://thepiratebay.org/. Wie alle Debatten über Netzfreiheit und Filesharing, Legalität und Kontrolle, birgt auch diese interessante Denkansätze.

Zuvorderst also der Standard-Artikel: Quelle: Der Standard.


Geheimnisse um „The Pirate Bay“ enthüllt
Wired.com sprach mit den Betreibern der Seite und entlockte den jungen Team-Mitgliedern so manch interessantes Detail
Wired.com hat im Zuge einer Reportage über The Pirate Bay, den größten und populärsten Torrent-Tracker weltweit, interessante Details zur Gründung, Finanzierung, das Leben in einer rechtlichen Grauzone und schließlich die Wiederaufnahme der Seit zu Tage gebracht.
Die drei Betreiber, allesamt Twens und Profis in ihrem Geschäft, haben erst über unterschiedliche Karrierestationen zueinander gefunden. Ursprünglich startete „The Pirate Bay“ im Sommer 2003 in Mexico, auf Basis einer langsamen Funkverbindung ins Internet. Gründer Gottfrid Svartholm arbeitete damals als Programmierer bei einer Sicherheitsberatungsfirma. Es dauerte jedoch nicht lange bis er sich den File-Sharing-Verfechtern von „Piratbyran“ anschloss, um einen Bit-Torrent-Tracker auf die Beine zu stellen.

Shutdown und Restart

Seither hatte sich die Seite mit dem absichtlich offensiven Namen als wahre Institution des Internets etabliert. Im Heimatland Schweden, in dem der Grundgedanke des freien Internets mehrheitlich auf positiven Anklang stößt, hatten die Betreiber lange Zeit wenig zu befürchten. Bis schließlich Ende Mai dieses Jahres eine polizeiliche Razzia den Betrieb für kurze Zeit aushebelte. Nach genau drei Tagen waren die Daten, trotz zahlreicher fehlender Backups, wieder rekonstruiert und die Seite war zurück im Netz.

Präventivmaßnahmen

Um zukünftigen Ausfällen vorzubeugen, hat das Team diverse Maßnahmen ergriffen, um den ungebrochenen Betrieb zu garantieren. Ein Netz aus redundanten Servern, die über drei Nationen verteilt sind, soll einzelne Systemausfälle in Minuten wieder wettmachen. Fredrik Neij, einer der Mitglieder würde sogar mit Wohlgefühl den „Shutdown“ beobachten, wüsste er um den Neustart in wenigen Minuten doch bescheid.

Doppelmoral

Wirkliche Gefahr für „The Pirate Bay“ bestünde im Downloader-liberalen Schweden erst dann, verlöre es die Anerkennung der ebenso liberalen Schweden, so Wired. Da kommt es nicht gut, wenn Zahlen zum Einkommen offen gelegt werden. 85.000 Dollar pro Monat soll der Umsatz durch Werbeeinschaltungen betragen. Unter der Bevölkerung könnten die hohen Erträge auf Unmut stoßen, präsentierten sich die jungen Herren der Piratenseite zum einen denn als Robin Hoods des Internets und zum anderen als wohlhabende Günstlinge von Porno-Bannern und Online-Casino-Anzeigen. (red)

Lassen wir die Debatte über dieses Einkommen –
die Zahl ist wahrscheinlich von Gegnern aufgebracht
worden, erstens, und warum sollten sich die
Schweden ärgern, wenn einer von ihnen Geld bekommt,
zweitens.
Spannender ist die Debatte unter den Standard-Usern, die sich
in der Folge über das freie Herunterladen und Tauschen selbst
entwickelt hat.
Ein aussagekräftiger Auszug:


Werner Engel antworten
16.08.2006 20:18

[17] bewerten melden

Ich verurteile …
… jede Art von Copyright Verletzungen!! Ich habe selbst Software geschrieben & verkauft und Freunde von mir produzieren Musik. Wenn unsere „Ware“ gratis verteilt wird, warum sollte ich dann noch SW schreiben und meine Freunde komponieren?

Ein Bürohengst sitzt ja auch nicht gratis vor dem PC … !!!!

w h antworten
17.08.2006 12:06 bewerten melden

Re: Ich verurteile …
Früher hat sich Eine/r eine Vinyl gekauft und die ganze Clique hatte es auf Tape!
Sehe nicht ein wieso das auf einmal strafbar sein soll. Insbesondere da die vervielfältigten Kunst/Film-Medien immer schon zu teuer waren! Alle sind zu gierig geworden Musik Industrie, Musiker, Programmierer usw…..!

….und wofür werden die ganzen Geräte verkauft? Ich kauf mir doch keinen Brenner, Festplatte, USB-Stick,
um damit nix zu machen!

..und solange es Künstler, Filmschaffende und Programmierer gibt, die damit Multimillionäre werden, wird es auch Leute geben, die das zu teuer finden.

Bei Programmen ist es auch, ähnlich den Maschinen im Industrie Zeitalter, ein Mechanismus, um die Leute von den Produktionsmitteln fern zu halten, bzw.zu versklaven (Siehe Bill Gates/Microsoft!).

TommoT antworten
17.08.2006 11:43 bewerten melden

Re: Ich verurteile …
Also bitte…
Ich bin auch Musiker und so auf dem kleinen Level freust du dich, dass Leute deine Musik runterladen!!
Die echten Fans kaufen eh nach den Konzerten die CDs und als Komponist bekommst du für Live-Gigs – zwar wenig – Geld von der AKM.
Schmerzen tuts eher die, die Milloinenumsätze erzielen, allen voran die Industrie, weil die Musiker sehen eh nicht allzuviel davon.
Vielmehr stützen die „kleinen“ Bands, deren CDs vom Label auch um 15 € verkauft werden, die Videproduktionen der Label-Stars!

Ich lasse das mal unkommentiert so stehen.

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