Langenbucher

29/06/2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Der ganz Große aus der Publizisten-Szene auf Ö1.
Ich möchte wissen, was die Publizistik-Studenten an ihrem alten Instituts-Chef auszusetzen haben. Ihm im Radio zuzuhören war ein reiner Genuss.
Und nicht nur wegen der wohlgesetzten und präzisen Worte, die man sich auch von manch anderer im Rampenlicht stehenden Person zu hören wünschen würde.
Keine Qualität
Nein, rein inhaltlich. Denn was er sagt, hat für mich Hand und Fuß. Es gibt in Österreich keine Qualitätszeitungen.
Die Presse und der Standard halten sich zwar gern dafür, doch die definierenden Kriterien erfüllen sie nicht – zu groß ist, bei beiden, die Nähe zum politischen Lager, und wahrscheinlich auch der finanzielle Druck, der zum Hofknicks gegenüber werbenden Unternehmen zwingt.
Was Langenbucher in der Ö1-Sendung ansprach – journalistische Ethik, klare Trennung zwischen PR/Werbung und Faktenmitteilung – das sind Postulate aus einer vergangenen Zeit.
Leider, muss man sagen.
Wie ärgerlich ist es, wenn man die Presse zur Hand nimmt und eine Anzeige auf der Vorderseite lappt über den Text eines Aufmachers zur Nahost-Problematik! Abgerissene Wortleichen, zerfetzte Texte stehen da, und die Hoffnung auf eine unverstümmelte Seite beim Umblättern erfüllt sich nicht.
Nein, Qualitätszeitungen (oder -magazine) sind in Österreich nicht zu Hause.

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